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Der Norden Das müssen Sie zum neuen Feiertag wissen
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15:43 19.06.2018
Setzt Rot-Schwarz den Reformationstag als neuen Feiertag durch? Quelle: dpa
Hannover

Die Niedersachsen bekommen einen zusätzlichen Feiertag. Darin waren sich fast alle führenden Parteien im Land einig. Nur welcher sollte es werden? Darüber wurde seit Monaten heftig diskutiert und es gab ganz unterschiedliche Vorschläge. Am Ende setzte sich die große Koalition mit dem Votum für den Reformationstag durch.

Wer ist für was?

Alles zur Debatte und den anderen Vorschlägen können Sie hier nachlesen.

Warum ein zusätzlicher Feiertag?

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte bereits im vergangenen September vorgeschlagen, den Reformationstag zum gesetzlichen Feiertag zu machen, um damit die Ungerechtigkeit bei der Anzahl der Feiertage im Vergleich zu den süddeutschen Bundesländern abzumildern. Die Nordländer haben bislang neun gesetzliche Feiertage, Baden-Württemberg und Saarland zwölf und Bayern sogar 13.

Wie sieht es sonst in Norddeutschland aus?

Schaut man sich in Norddeutschland um, würde der Reformationstag gut ins Bild passen. Denn Hamburg und Schleswig-Holstein hatten sich bereits im Februar für den 31. Oktober entschieden. Die Bremer Bürgerschaft stimmte in erster Lesung ebenfalls dafür. Das kleinste Bundesland will aber mit der endgültigen Abstimmung zunächst abwarten, wie sich der niedersächsische Nachbar entscheidet. In Ostdeutschland außer Berlin ist der 31. Oktober bereits seit langer Zeit ein Feiertag.

Warum wurde so heftig diskutiert?

Zum Einen hat die frühe Festlegung der Landesregierung auf den Reformationstag für einigen Unmut gesorgt. Während die evangelische Kirche den Vorschlag des Ministerpräsidenten – wenig überraschend – begrüßte, übten die jüdischen Gemeinden, aber auch die katholische Kirche, die Humanisten und Wirtschaftsverbände scharfe Kritik. Die jüdischen Gemeinden verwiesen auf judenfeindliche Äußerungen des Reformators Martin Luther und die Katholiken fühlen sich an die Kirchenspaltung im 16. Jahrhundert erinnert. Für die Humanisten spiegelt ein weiterer christlicher Feiertag nicht die große Vielfalt aller Niedersachsen wieder. Sie plädieren für den Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember. Unternehmerverbände lehnten einen zusätzlichen Feiertag grundsätzlich ab, weil sie hohe Kosten für die Wirtschaft befürchten.

Kurz vor der Landtags-Abstimmung machte die Opposition der rot-schwarze Landesregierung schwere Vorwürfe. FDP und Grüne warfen Ministerpräsident Weil vor, das Land mit seiner Entscheidung für den Reformationstag zu spalten. Der zusätzliche Feiertag sei ein reines Wahlgeschenk von Weil, kritisierte FDP-Fraktionschef Stefan Birkner am Montag in Hannover. Der Ministerpräsident habe es aber nicht geschafft, eine breite gesellschaftliche Unterstützung für einen religiösen Feiertag zu finden. Laut der Grünen-Fraktionschefin Anja Piel habe der Ministerpräsident jetzt Probleme mit den jüdischen Gemeinden und der katholischen Kirche.

Von RND/dpa

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