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Der Norden Wie lange reicht das Wasser aus den Harz-Talsperren?
Nachrichten Der Norden Wie lange reicht das Wasser aus den Harz-Talsperren?
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17:02 26.10.2018
Das Touristenschiff "MS AquaMarin" ist im Niedrigwasser der Okertalsperre im Harz zu sehen. Quelle: Swen Pförtner/dpa
Clausthal-Zellerfeld

Die Talsperren im Harz sind derzeit so leer wie selten. In den sechs großen Stauseen im niedersächsischen Teil des Mittelgebirges befindet sich durchschnittlich nur noch ein Drittel der normalen Wassermenge. Die Lage sei durchaus angespannt, sagt Marie Kleine, Pressesprecherin der Harzwasserwerke. Aber: „Grund zur Panik besteht derzeit nicht.“ Noch sei die Trinkwasserabgabe für die Region gesichert. „Wir behalten die Lage allerdings mit großer Aufmerksamkeit im Blick“, sagt Kleine.

Zurzeit befinden sich noch rund 60 Millionen Kubikmeter Wasser in den Harzer Talsperren. Vor gut sechs Wochen waren es noch 80 Millionen Kubikmeter. Schon damals hatten die Harzwasserwerke von einem Niedrigstand gesprochen. Den niedrigsten Wasserstand weist gegenwärtig die Odertalsperre auf. Sie ist nur noch zu 23 Prozent gefüllt. Auch der Okerstausee (26 Prozent) und die Innerstetalsperre (27 Prozent) sind nur noch zu gut einem Viertel gefüllt.

Grund ist die Trockenheit der vergangenen Monate. Von Februar bis September seien an der Station Clausthal-Zellerfeld nur 382 Millimeter Niederschlag gemessen worden, sagt Kleine. Normal für diesen Zeitraum seien im Schnitt mehr als 850 Millimeter. Zugleich war der Wasserverbrauch in diesem Sommer wegen der anhaltenden Hitze besonders hoch.

Wann kommt der Regen?

„Problematisch könnte es dann werden, wenn wir ein sogenanntes Doppeltrockenjahr bekommen“ erläutert Kleine. „Das bedeutet, dass sowohl der Sommer als auch der anschließende Winter ungewöhnlich geringe Niederschlagsmengen bringen.“ Die Wahrscheinlichkeit liege für dieses Jahr laut der Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst allerdings bei unter 5 Prozent. „Das letzte Mal gab es so eine extreme Trockenheit in unserer Region vor 60 Jahren.“

Doch auch für diesen unwahrscheinlichen Fall seien die Harzwasserwerke gewappnet, sagt Kleine. „Wir bedenken alle Szenarien und sind sowohl technisch als auch personell bestens aufgestellt.“ In der Praxis hieße das: Die Trinkwasserabgabe an die Region müsste reduziert werden, gleichzeitig aber so gesteuert, dass die Folgen für Kunden und Haushalte so wenig wie möglich spürbar seien.

Für die kommenden Monate sei die Versorgung der rund zwei Millionen Kunden der Harzwasserwerke in Niedersachsen und Bremen in jedem Fall gesichert, versichert Kleine. Dies liege auch daran, dass im Granestausee als wichtigster Trinkwassertalsperre noch knapp 25 Millionen Kubikmeter Wasser vorhanden seien. Das entspricht einem Füllungsgrad von 53  Prozent. „Und ansonsten schauen wir auf die monatlichen Prognosen des Wetterdienstes und erstellen daraus sofort unsere Pläne“, sagt Kleine. „Wir passen auf wie die Luchse.“

Damit sich die Lage im Harz entspannt, die Talsperren sich wieder füllen und die Wasserwerke Entwarnung geben können, müsste es nun aber schon mehrere Wochen lang regnen, sagt die Unternehmenssprecherin. „Ein paar Tage Niederschlag mögen sich für viele Menschen wie Dauerregen anfühlen – für die Harzwasserwerke ist das momentan gar nichts.“

Von Kathi Flau

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