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Der Norden Enkel des Schreibers findet uralte Flaschenpost
Nachrichten Der Norden Enkel des Schreibers findet uralte Flaschenpost
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18:39 03.09.2018
Vanessa Nöhr von der Stadt Goslar zeigt eine alte Flaschenpost sowie eine Kopie des darin gefundenen Schreibens vor der Domvorhalle. Quelle: dpa
Goslar

Die älteste Flaschenpost der Welt, so berichtet es das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie, wurde 1864 bei Kap Hoorn über Bord geworfen und 1867 in Australien gefunden. Die zeitlich am längsten gereiste Flaschenpost wurde 1886 im südindischen Ozean den Wellen übergeben und nach 132 Jahren im Januar dieses Jahres ebenfalls in Australien entdeckt. Und die mutmaßlich am weitesten geschwommene Flasche, die deutsche Schüler 1998 in der Ärmelkanal geworfen hatten, wurde im darauf folgenden Jahr nach 24.000 Kilometern Seereise - natürlich auch an der australischen Küste - aufgesammelt.

Mit diesen Superlativen kann die jüngst in Goslar entdeckte Flasche mit der darin enthaltenen Botschaft zwar nicht mithalten. Dennoch hat sie, wie Oberbürgermeister Oliver Junk (CDU) am Montag mitteilte, eine ganz besondere Geschichte: Der Finder der Botschaft, die vor 88 Jahren von Handwerkern in der mittelalterlichen Domvorhalle versteckt wurde, ist mit einem der Verfasser verwandt.

 

Die Stadt Goslar hat am Montag das Rätsel um eine 88 Jahre alte Nachricht in einer Flasche gelöst. Finder der Botschaft, die 1930 von Handwerkern versteckt wurde, ist ausgerechnet der Enkel eines der Verfasser.

Dachdecker Peter Brand entdeckte die Flasche Junk zufolge bei einer Kontrolle unter dem Dach. Brands Großvater, der ebenfalls Dachdecker war, hatte darin am 26. März 1930 die zusammen mit Kollegen verfasste Botschaft hinterlassen.

Die Domvorhalle gehört zur ehemaligen Stiftskirche Simon und Judas, die auf das 11. Jahrhundert zurückgeht. Sie war Anfang des 19. Jahrhunderts so baufällig, dass sie damals von Handwerkern als Steinbruch genutzt wurde. 1930 war das Dach der Vorhalle saniert worden, sonst stand nichts mehr von der Kirche.

Zwar wertet das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie in Hamburg den Fund nicht als Flaschenpost. „Denn eine Flaschenpost wird ins Wasser geworfen und über die Strömung weiter getragen“, sagte eine Sprecherin. Doch eine „message in a bottle“, wie es in einem Song der Band The Police heißt, gibt es in Goslar tatsächlich.

Dachdecker beklagen Inflationsjahre

Die Dachdecker beklagten in dem Schreibmaschinen-Text (mit einigen Tippfehlern) die schwere Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, „die Inflationsjahre, wo wir die ganze Woche arbeitetn für ein 1 Pfd. Butter, und 1 Bro“ sowie die hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland. Gleichzeitig wünschten sie, „das unsre Nachkommen dies Schreiben in einer besseren Zeit mal vorfinden“.

Das Original der Botschaft soll künftig „an sicherer Stelle verwahrt werden“. Stattdessen wurden am Montag am Fundort ein Duplikat hinterlegt sowie ein Schreiben, in dem die Stadt Goslar darauf hinweist, dass derzeit eine Phase „wirtschaftlicher Blüte“ herrsche, so dass die zum UNESCO-Welterbe zählende Altstadt Goslars saniert und erhalten werden könne.

Von dpa/RND

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