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Der Norden Möglicher Serienmörder: Polizei prüft rund hundert Fälle
Nachrichten Der Norden Möglicher Serienmörder: Polizei prüft rund hundert Fälle
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19:49 10.09.2018
Polizisten suchen im April nach Spuren auf dem Grundstück eines mutmaßlichen Serienmörders. Quelle: dpa
Lüneburg

Rund hundert ungeklärte Straftaten könnten im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Serienmörder von Lüneburg stehen. Die Polizei prüft nun mögliche Verbindungen. „Bislang haben sich 42 Dienststellen gemeldet, die ungefähr hundert verschiedene interessante Fälle geliefert haben“, sagte am Montag ein Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg zum aktuellen Stand der Ermittlungen. Darunter seien auch Vermisstenfälle.

Die weiteren Ermittlungen könnten noch über Jahre andauern. Derzeit würden etwa 200 Spuren und Asservate vom Landeskriminalamt Niedersachsen ausgewertet, so die Polizeidirektion Lüneburg. Sie waren im April bei einer Durchsuchung im früheren Haus des Verdächtigen sichergestellt worden.

Auf dem ehemaligen Grundstück eines mutmaßlichen Serienmörders in Lüneburg sucht die Polizei im April nach Hinweisen auf weitere Verbrechen. Quelle: dpa

Göhrde-Morde beschäftigen Ermittler seit 1989

Unter der Garage war im vergangenen September die vergrabene Leiche der jahrzehntelang verschwundenen Birgit Meier gefunden worden. Verdächtig ist der frühere Hausbesitzer. Er nahm sich 1993 in Haft das Leben. Der Friedhofsgärtner gilt auch als Verantwortlicher für zwei Doppelmorde in der Göhrde von 1989. In dem östlich von Lüneburg gelegenen Waldgebiet waren zwei Paare getötet worden. Der Mann komme möglicherweise für 24 weitere Todesfälle oder gar noch mehr als Täter infrage, sagte der Polizeisprecher.

Polizei hat Bewegungsbild erstellt

Seit Anfang des Jahres untersucht die Polizei in Lüneburg alle denkbaren Verbindungen zu nicht aufgeklärten Morden im In- und Ausland. „Wir haben schon zahlreiche Rückmeldungen von anderen Dienststellen über mögliche Verbindungen - nüchtern betrachtet wird uns das noch eine lange Zeit beschäftigen“, sagte der Sprecher. Die Polizei hat ein Bewegungsbild des Mannes erstellt, der zeitweise auch in Karlsruhe lebte.

Von RND/dpa

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