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Der Norden Abschiebung: Afghane in Göttingen springt aus 2. Stock
Nachrichten Der Norden Abschiebung: Afghane in Göttingen springt aus 2. Stock
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16:16 14.06.2018
Polizeibeamten sollen noch versucht haben, den Mann vom Sprung abzuhalten. Quelle: imago/Eibner
Göttingen

Eine versuchte Abschiebung eines Mannes aus Afghanistan ist – wie erst jetzt bekannt wurde – am vergangenen Freitag in der Hannah-Voigt-Straße gescheitert: Wie das Göttinger Tageblatt berichtet, hätten Polizeibeamte versucht, ihn noch davon abzuhalten. Aber der Betroffene sei trotzdem aus dem 2. Stock aus dem Fenster auf das Fenstersims darunter gestiegen und von dort gesprungen – das teilte Dominik Kimyon, Pressesprecher der Stadt Göttingen, mit. Dabei habe sich der Mann an der Ferse verletzt.

Sprung aus vier bis fünf Metern Höhe

Ein dem Tageblatt vorliegendes Video zeigt, dass der Mann aus etwa vier bis fünf Metern Höhe sprang. Nach Informationen der Stadt befinde er sich zurzeit im Krankenhaus. „Es waren bereits vorher medizinische Probleme bekannt“, sagt der Stadtsprecher. Der Mann leide unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, weshalb der Abschiebeversuch auch von einem Medizinier begleitet worden sei. Die gerufene Feuerwehr sei in dem Moment eingetroffen, als der Mann aus dem Fenster sprang.

Überstellungsfrist abgelaufen: Afghane wird nicht mehr abgeschoben

„Entscheidungsträger für den Abschiebeversuch war das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)“, sagt Kimyon. Zielland des Abschiebeversuchs sei die Niederlande gewesen. Weil die Überstellungsfrist im Dublin-Verfahren nun abgelaufen sei, werde der Afghane in das nationale Asylverfahren aufgenommen und nicht mehr abgeschoben.

Von Hannah Scheiwe/RND

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