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Der Norden Minijobber wegen fehlender Konfession entlassen
Nachrichten Der Norden Minijobber wegen fehlender Konfession entlassen
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16:35 19.07.2017
Symbolbild Quelle: dpa
Bremen

Zur Begründung hieß es, Mitarbeitende in kirchlichen Einrichtungen müssten Mitglied einer christlichen Kirche sein. Doch trotz mehrfacher Aufforderung konnte Rosenberger seinem Arbeitgeber keine Mitgliedsbescheinigung vorlegen: „Ich bin 1972 aus der Kirche ausgetreten und will auch nicht wieder eintreten“, sagte er.

Der kaufmännische Vorstand der Stiftung „Friedehorst“, Onno Hagenah, sieht keinen Spielraum: „Wir haben Herrn Rosenberger bei der Einstellung mitgeteilt, dass wir von unseren Mitarbeitenden die Kirchenmitgliedschaft erwarten. Das hat er nicht eingehalten.“ Rosenberger bestreitet, dass über die Kirchenmitgliedschaft bei der Einstellung gesprochen wurde, bestätigt aber, dass ihm die Pflicht dazu bewusst sei. Von 1977 bis 1979 absolvierte er in „Friedehorst“ eine Ausbildung zum Altenpfleger, arbeitete anschließend jedoch nur bei nichtkirchlichen Arbeitgebern.

Rosenberger macht geltend, dass für Ärzte Ausnahmen von der Mitgliedschaftsregel möglich seien. In den jüngsten Stellenausschreibungen für Oberärzte sei lediglich von einer „Identifikation mit unserer diakonischen Ausrichtung“ die Rede. Außerdem gebe es bereits Mitarbeitende, die seit langem konfessionslos seien. „Warum ist dann für mich keine Ausnahme möglich?“

Hagenah räumte die Vorwürfe ein. Jedoch sei die Stiftung bereits seit zwei Jahren auf der Suche nach geeigneten Oberärzten. Der Fachkräftemangel habe „Friedehorst“ gezwungen, die strengen Richtlinien für diese Stellen zu entschärfen. Die konfessionslosen Mitarbeitenden stammten aus der früheren DDR und seien zu einer Zeit eingestellt worden, als die Verantwortlichen nicht so genau hingeschaut hätten. „Wir können diese langjährigen Mitarbeitenden nicht für die Fehler der Geschäftsführung in der Vergangenheit büßen lassen.“

Eine Lösung des Konfliktes scheint auf höchster Ebene in Sicht. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg überprüft seit Dienstag die Praxis kirchlicher Arbeitgeber, Stellen nur für christliche Bewerber auszuschreiben. Ein Urteil wird im kommenden Frühjahr erwartet. Die EU-Richtlinie zur Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf verbietet Diskriminierung aufgrund des Alters, der sexuellen Orientierung und wegen der Religion oder Weltanschauung. Allerdings erlaubt das Gesetz eine „Ungleichbehandlung wegen der Religion oder Weltanschauung“, wenn dies „angesichts des Ethos der Organisation“ beruflich erforderlich sei.

Die Stiftung „Friedehorst“ ist mit 1.400 Beschäftigten das größte evangelische Unternehmen im Bundesland Bremen. Die Mitarbeiter sorgen in Pflege, Betreuung, Rehabilitation und bei der beruflichen Neuorientierung für etwa 2.500 Menschen.  

epd

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