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Der Norden Ernte trotz starker Unwetter nicht in Gefahr
Nachrichten Der Norden Ernte trotz starker Unwetter nicht in Gefahr
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11:54 15.07.2017
„Durchschnittlich bis gut“: Der Ernte haben die Unwetter nicht geschadet. Quelle: Patrick Pleul/dpa (Symbolbild)
Hannover

Irgendwann knickt auch der kräftigste Halm. „Ins Lager gehen“ nennen Landwirte den traurigen Zustand, wenn ihr Getreide nach starken Unwettern platt auf dem Acker liegt. In diesem Sommer kein seltener Anblick, nachdem im Juni einige Landesteile mehr als 150 Prozent der üblichen Niederschlagsmengen zu verzeichnen hatten. „In einzelnen Gegenden ging das Getreide zum Teil massiv ins Lager“, berichtet Jürgen Kauke, Erntebeobachter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LKN).

Mit größeren Auswirkungen auf die Erträge rechnet allerdings weder die Kammer noch das Landvolk, der Landesverband der Bauern. „Solange das umgeknickte Getreide nicht mehrere Tage bei feucht-warmen Wetter liegt und zu keimen beginnt, besteht kein Grund zur Sorge“, sagt Kauke.

Kammer beobachtet das Wetter

Auf zwölf Versuchsfeldern - von Ostfriesland bis Südniedersachsen - überprüft die LKN ständig die Auswirkungen des Wetters auf die Ernte, die vor etwa einer Woche begonnen hat. Nach dem nassen Wochenstart mussten die Bauern erst einmal eine Zwangspause einlegen. Der Grund: die Halme müssen ein oder zwei Tage trocknen, um dann lagerfähig gedroschen werden zu können. Für den Mähvorgang spielt es keine Rolle, ob das Getreide geknickt ist. Wichtig ist, dass die Landwirte das Erntegut möglichst direkt nach Erreichen der Reife einfahren.

„Die Gerste ist bereits zu 50 Prozent eingeholt“, sagt Kauke. Neben der bereits im Herbst gesäten Wintergerste ist die sogenannte Braugerste als erstes Getreide auf den hiesigen Äckern erntereif. Auf gut 25.000 Hektar wird, vorwiegend in den Landkreisen Gifhorn, Peine und Celle, Sommergerste für die Bierproduktion angebaut.

Auf die Gerste folgt der Raps, dessen Ernte in den kommenden Wochen ansteht, dann kommen Weizen, Roggen und Triticale, eine Kreuzung aus Weizen und Roggen. Die Enteerträge bei Winterweizen und Roggen seien in diesem Jahr etwas besser, bei Wintergerste und Raps eher schlechter, beschreibt Gabi von der Brelie, Pressesprecherin des Landvolks, die Lage. Für genauere Prognosen sei es noch zu früh. Der Osten und die Küste profitierten tendenziell von den Niederschlägen. Trockenperioden im Mai setzten dem Westen zu. Unterm Strich schätzt der Vorsitzende des Landvolk-Getreide-Ausschusses Jürgen Hirschfeld den Ertrag auf „durchschnittlich bis gut“.

Preise ziehen an

Positiv stimmen deutsche Getreidebauern auch die anziehenden Preise. „Weltweit übersteigt derzeit die Nachfrage die Erzeugung“, weiß von der Brelie. Voraussichtlich schwache Ernten in den großen Erzeugerregionen USA, Frankreich und Ozeanien lassen die Landwirtschaft hoffen, dass sich der Trend fortsetzt. Das Landvolk empfiehlt Ackerbauern, den Markt gut zu beobachten und „alle sich bietenden Möglichkeiten dosiert zu bedienen“.

Von Mario Moers

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