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Der Norden Geflügelhalter atmen auf: Ende der Vogelgrippe in Sicht
Nachrichten Der Norden Geflügelhalter atmen auf: Ende der Vogelgrippe in Sicht
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08:18 29.04.2017
Insgesamt mussten in Niedersachsen in den vergangenen fünf Monaten 792 000 Stück Geflügel getötet werden, davon 629 000 Puten, weil in ihren Beständen das Virus ausgebrochen war.  Quelle: Christian Behrens (Archiv)
Hannover

„Wir freuen uns, dass die Tiere wieder raus dürfen“, sagte der Vorsitzende des niedersächsischen Geflügelwirtschaftsverbandes, Friedrich-Otto Ripke. Nach Angaben des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) handelte es sich bei der aktuellen Epidemie des hochansteckenden H5N8-Virus um den längsten und heftigsten Geflügelpest-Ausbruch seit Beginn der Aufzeichnungen. Auf Menschen kann das Virus nicht übertragen werden, für die Tiere ist es allerdings sehr gefährlich.

Insgesamt mussten in Niedersachsen in den vergangenen fünf Monaten 792 000 Stück Geflügel getötet werden, davon 629 000 Puten, weil in ihren Beständen das Virus ausgebrochen war. Die Tierseuchenkasse zahlte den Haltern rund 17 Millionen Euro an Entschädigungen.

Stark betroffen von der Seuche waren auch die Halter von vier Millionen konventionell gehaltenen Freilandhühnern in Niedersachsen. Weil die Tiere über Monate im Stall bleiben mussten, durften die Eier nicht mehr als Freiland­eier verkauft, sondern mussten als Eier aus Bodenhaltung deklariert werden. Kunden wurden in den Supermärkten über die Etiketten aufgerufen, dennoch den Preis von Freilandeiern zu zahlen, um die Verluste der Produzenten zu verringern. Die Etiketten werden noch eine Weile bleiben, obwohl die meisten Hühner bereits wieder an die frische Luft können. Die Produzenten müssen die Deklarierung als Freilandei wieder neu beantragen.

Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer (Grüne) fordert, die Stallpflicht im Seuchenfall für Freilandgeflügel zu überdenken. „Freiland- und Hobbygeflügelhalter waren die eigentlichen Opfer der Geflügelpest, obwohl die Tierseuche fast ausschließlich in großen, geschlossenen Putenmastställen ausgebrochen ist“, sagte der Minister der HAZ. Um für einen nächsten Ausbruch besser gerüstet zu sein, seien andere Maßnahmen wichtiger: „Die Tierdichte in einzelnen Regionen muss grundlegend aufgelockert und Mängel bei der Bio­sicherheit müssen konsequent vermieden werden“, forderte Meyer. Die Biosicherheit betrifft Hygienemaßnahmen, um eine Übertragung von Stall zu Stall zu vermeiden.

Grundsätzlich sei die Biosicherheit sehr gut eingehalten worden, eine Überprüfung der Maßnahmen sei aber sinnvoll, meint Ripke. Sollten sich Halter in geflügelreichen Regionen entschließen, von Puten auf andere Tiere umzusatteln, sollten Behörden das mit schnellen und unbürokratischen Entscheidungen unterstützen.

Von Heiko Randermann und Elmar Stephan

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