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Der Norden Wärter soll Zehnjährigen im Museum missbraucht haben
Nachrichten Der Norden Wärter soll Zehnjährigen im Museum missbraucht haben
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00:15 15.09.2018
Symbolbild Quelle: dpa/Frank May
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Göttingen

Weil er einen zehnjährigen Jungen auf dem Dachboden des PS-Speichers in Einbeck sexuell missbraucht haben soll, muss sich seit Dienstag ein 34-jähriger früherer Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes vor dem Landgericht Göttingen verantworten. Die Tat soll sich in den Osterferien 2017 ereignet haben. Der Angeklagte räumte die Tat zu Beginn des Prozesses ein.

Der Junge hatte gemeinsam mit seiner Mutter, seinem Bruder und seinem Großvater das Automobil- und Motorradmuseum besucht. Das sechsstöckige Museum befindet sich in einem ehemaligen Kornspeicher. Weil er zu jung war, um den Porsche-Rennsimulator auf dem Gelände zu nutzen, schlug seine Familie dem Zehnjährigen vor, stattdessen einen anderen Simulator ohne Altersbeschränkung im oberen Ausstellungsbereich auszuprobieren. Mutter, Großvater und Bruder wollten so lange auf ihn warten.

Der Junge machte sich daraufhin wieder auf den Weg nach oben. Laut Anklage traf er am Eingang zur sechsten Etage auf den uniformierten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Der Junge erzählte ihm, dass er gerne mit dem Rennsimulator fahren würde. Daraufhin bot ihm der Angeklagte an, ihn dorthin zu begleiten. Der 34-Jährige ging mit dem Jungen zunächst eine Treppe hinunter, die nicht für Besucher vorgesehen ist und auch nicht von Kameras überwacht wird. Dann lotste er den Zehnjährigen auf den Dachboden des Museums.

Dann gab er dem Jungen 5 Euro

Dort verschloss der Angeklagte die Tür und forderte sein Opfer auf, sich auszuziehen und sich auf den Boden zu legen. Dabei wies er darauf hin, dass er auch ein Messer dabeihabe. Nachdem er sich an dem Jungen vergangen hatte, band er diesem eine Krawatte um den Hals und schärfte ihm ein, dass er nicht „petzen“ dürfe. Später nahm er die Krawatte wieder ab, gab ihm 5 Euro und ließ ihn zur Tür hinaus.

Der Junge ging in den Eingangsbereich hinunter, wo seine Familie wartete. Seine Mutter hatte sich bereits Sorgen gemacht und ihren Sohn ausrufen lassen. Der Junge erzählte zunächst nichts von dem Vorfall, wollte aber sofort das Museum verlassen und nach der Rückfahrt umgehend duschen. Später offenbarte er sich dann. Er befindet sich wegen des traumatischen Erlebnisses in psychologischer Behandlung.

Der Angeklagte wurde noch am selben Tag vorläufig festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Aufgrund des Vorfalls erhielt er die Kündigung.

Der deutsche kinderlose Ehemann war wegen des Vorfalls im Muesum bereits im April in erster Instanz vom Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Einbeck zu drei Jahren Haft wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes in Tateinheit mit Vergewaltigung verurteilt worden. Dagegen hatte der 34-Jährige Berufung eingelegt, sodass nun das Landgericht Göttingen entscheiden muss.

Er habe inzwischen eine Therapie begonnen, sagte der Angeklagte. Auf die Frage des Richters, was er mit seiner Berufung erreichen wolle, sagte er: „Dass ich nicht ins Gefängnis muss.“ Das Gericht will voraussichtlich am nächsten Verhandlungstag sein Urteil fällen.

Von Heidi Niemann

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