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Der Norden Deshalb ist der Leeraner Weihnachtsmarktbecher ein Hit
Nachrichten Der Norden Deshalb ist der Leeraner Weihnachtsmarktbecher ein Hit
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00:17 01.12.2017
Finde den Fehler: Der Weihnachtsmarkt in Leer ist zum „Weihnachtsmart“ geworden. Quelle: Ortgies
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Leer

Der Auftrag ist schon im Frühjahr rausgegangen. Johannes Poppen, der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Leer, hat genau festgelegt, wie die Glühweinbecher für den Leeraner Weihnachtsmarkt 2017 aussehen sollen: Kobaltblau, als Motiv das historische „Prinz Heinrich“-Dampfschiff von 1909, das im Leeraner Hafen liegt. Und der anheimelnde, sternchenumwehte Schriftzug „Weihnachtsmarkt Leer 2017“. Es wurden Korrekturabzüge für das Motiv gefertigt, ebenso Andruckmuster. Johannes Poppen hat alles geprüft und für gut befunden. Die Tassen wurden produziert und geliefert, 20 .000 Stück. Und dann hat es die Leeraner „Ostfriesenzeitung“ enthüllt: Da steht nicht „Weihnachtsmarkt“. Da steht „Weihnachtsmart“.

Leer ist die drittgrößte Stadt Ostfrieslands und immer noch der zweitgrößte Reedereistandort Deutschlands, 34. 000 Einwohner. Der Ortsname hat mit Leere nichts zu tun, die Historiker vermuten, er gehe auf das germanische Wort „hler“ zurück, die Bezeichnung für eine Weide. Der Weihnachtsmarkt in Leer ist sehr beliebt, 50 Buden gibt es. Und in der Innenstadt wird zusätzlich an den vier Sonnabenden vor dem Fest jeweils ein Mitternachtsshopping angeboten, bis 24 Uhr. Leer nennt sich selbst „die“ Einkaufsstadt im Nordwesten.

Bei 840 Grad eingebrannt

Johannes Poppen hat sich anfangs sehr geärgert über den Fauxpas. Wer genau das „k“ weggelassen hat, weiß er nicht, ist ihm auch egal: „Ich bin verantwortlich“, sagt er. Gefertigt hat den 20 .000-fachen Fehler die Firma Kössinger, Spezialist für Werbetassen in der Oberpfalz. Farbe und Bild werden bei 840 Grad eingebrannt, erläutert Firmenchef Markus Kössinger. Da ist dann nichts mehr zu machen. 

7500 Becher sind in Leer für den Verkauf auf dem Weihnachtsmarkt reserviert, 12.500 Exemplare sind in die Weihnachtsverlosung gegangen. Wer keine Niete zieht, gewinnt eines von zehn Autos – oder eben einen Becher ohne „k“. Und der scheint sich innerhalb kürzester Zeit vom peinlichen Tippfehlerträger zum Kultobjekt zu entwickeln. 

Alle wollen den „Mart“-Becher

„Bei uns steht das Telefon jedenfalls nicht mehr still“, sagt Johannes Poppen. Seine Frau Schmidt, die bei ihm den Laden schmeißt, sei den ganzen Tag nur noch damit befasst, „Weihnachtsmart“-Becher zu verschicken. Die ersten Exemplare wurde bereits bei Ebay gesichtet. Mit zwei Euro ist man in Leer dabei, so viel beträgt auch der Pfand auf dem Weihnachtsmarkt. Die Gewinnspanne ist schmal, der Produktionspreis liegt bei 1,30 Euro, die Verlosung ist für einen guten Zweck.

Aus Poppens Ärger ist inzwischen Schmunzeln geworden.  „Ich überlege schon, welchen Fehler ich nächstes Jahr mache“, sagt er.

Und was ist jetzt ein „Mart“? Der Duden kennt das Wort nicht, das Internet schon. Es gibt einen Ort in Texas, der Mart heißt, einen ehemaligen Fußballspieler und eine italienische Museumsnamensabkürzung – die Langform lautet: „Museo di arte moderna e contemporanea di Trento e Rovereto.“ 

Und in Schweden und den Niederlanden und Estland heißen Männer manchmal Mart. Aber es handelt sich nicht zwingend um Weihnachtsmänner.

Von Bert Strebe

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