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Der Norden Große Ehre für Leibniz-Uni und MHH
Nachrichten Der Norden Große Ehre für Leibniz-Uni und MHH
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19:10 27.09.2018
Prof. Karsten Danzmann, Sprecher der Forschungsgruppe Quantum Frontiers. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Die Entscheidung ist gefallen: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft zeichnet Insgesamt vier Projekte von Leibniz-Universität und Medizinischer Hochschule (MHH) als sogenannte Exzellenzcluster aus. Insgesamt hatten sich fünf Gruppen aus Hannover dafür beworben. Die ausgewählten Projekte erhalten in den kommenden Jahren hohe finanzielle Förderungen vom Bund und vom Land.

Diese Forscher werden gefördert

An der Leibniz-Uni will die Gruppe Phoenix-D optische Präzisionsgeräte kostengünstig digitalisiert fertigen – für schnellere Blutanalyse oder auch gezielte Unkrautvernichtung per Laser. Die Forscher von QuantumFrontiers entwickeln neue Messtechnologien auf Nanoebene.

Die Wissenschaftler der Gruppe Hearing4all (auf Deutsch „Hören für alle“) wollen verstärkt individuelle Therapien entwickeln, den Hörverlust im Alter ausbremsen oder auch Smartphones als Hörgerät einsetzen. Dafür bekommt die Gruppe, in der schon seit sechs Jahren MHH und Leibniz-Uni gemeinsam forschen, nun auch eine Förderung des DFG.

Von der MHH werden die Forscher der Gruppe Resist unterstützt. Sie wollen besser verstehen, warum manche Menschen besonders anfällig für bestimmte Infektionen sind. Eine Abwehrschwäche gegenüber Krankheitserregern kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Wenn Ärzte die Zusammenhänge erkennen, können sie zukünftig bessere Diagnosen stellen und Therapien individuell auf den Patienten abstimmen. Zum Resist-Verbund gehören außer der MHH das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig, das TWINCORE-Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung Hannover, die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover sowie das „Centre for Structural Systems Biology“ in Hamburg.

„Wir freuen uns außerordentlich über diesen großartigen Erfolg“, sagt Prof. Volker Epping. „Das ist ein großer Tag für die Leibniz Universität! Ein fantastischer Erfolg! Einfach grandios!“ MHH-Präsident Prof. Christopher Baum unterstreicht das. „Für den Forschungsstandort ist es in der Summe ein ganz hervorragendes Ergebnis.“

Glückwünsche für Uni und MHH kamen nach der Erfolgsnachricht von höchster Stelle: Ministerpräsident Stephan Weil erklärte. „Die Niedersächsischen Hochschulen haben mit sechs Exzellenzclustern für universitäre Spitzenforschung sensationell gut abgeschnitten. Die guten Ergebnisse in der Exzellenzstrategie zeigen, wie leistungsstark und innovativ der Wissenschaftsstandort Niedersachsen ist.“

Oberbürgermeister Stefan Schostok sprach von einem „bedeutenden Tag für den Wissenschaftsstandort Hannover“ und ergänzte: „Der Erfolg bei der Exzellenzinitiative schafft und sichert auch weiterhin viele hoch qualifizierte Arbeitsplätze in Hannover.“

Hat Hannover bald Exzellenz-Unis?

Mit der Förderung dieser drei Cluster haben die Leibniz-Universität und die MHH nun die Möglichkeit, sich als Exzellenzuniversität zu bewerben. Bei Erfolg könnten die Unis so längerfristig viele Millionen für die Forschung einstreichen. „Da wollen wir natürlich auch gewinnen“, kündigte Epping an. Sollten beide Partner dabei erfolgreich sein, würden zwischen 15 und 28 Millionen Euro pro Jahr an den Wissenschaftstandort Hannover fließen – zusätzlich zu den nun gewährten Millionenbeträgen, die maximal 10 Millionen Euro pro Jahr betragen. Epping ist sicher: „Der Wissenschaftsstandort Hannover wird nach den dem aktuellen Erfolg in der Exzellenzstrategie auch in der internationalen Wissenschaftslandschaft noch sichtbarer.“ Auch Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler ist zuversichtlich: „Ich freue mich, dass die Medizinische Hochschule Hannover und die Leibniz Universität sowie die TU Braunschweig weiter im Rennen um den Titel Exzellenzuniversität sind. Bedauerlicherweise konnte sich die Universität Göttingen hier nicht durchsetzen.“ OB Schostok sagte zur hannoverschen Bewerbung als Exzellenzuniversität: „Wir werden diese Chance nutzen. Ein ganzer Standort steht hinter der damit möglich gewordenen weiteren Bewerbung zur Exzellenzuniversität.“

Von jok / RND

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