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Der Norden Darum werden gerade jetzt Blutspenden benötigt
Nachrichten Der Norden Darum werden gerade jetzt Blutspenden benötigt
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12:20 19.06.2018
Blutspender werden gesucht. Quelle: Sebastian Gollnow
Hannover

Jeden Tag werden in Deutschland rund 15.000 Blutspenden benötigt, doch nur 3,5 Prozent der Bevölkerung gehören laut dem Deutschen Roten Kreuz zu den aktiven Spendern. Gleichzeitig ist die Spendenbereitschaft bei jüngeren Menschen gering, während die Bevölkerung in Deutschland immer älter wird und immer mehr Menschen auf Bluttransfusionen angewiesen sind.

Die Hitzewelle hat zudem in Teilen Deutschlands zu einem Rückgang der Spenden geführt. Auch die Fußball-WM hat einen Einfluss. „Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass während eines solch herausragenden Sportevents weniger Spender kommen, weil sie kein Spiel verpassen wollen“, sagt ein Sprecher des DRK.

Darum rufen aktuell viele Blutspendedienste jetzt zu Spenden auf.

Wer darf Blut spenden?

Wer Blut spenden möchte, muss vor allem eine wichtige Voraussetzung mitbringen: 50 Kilogramm Körpergewicht. Außerdem müssen Blutspender mindestens 18 Jahre alt sein und dürfen derzeit keine Infektionskrankheiten wie etwa eine Erkältung haben.

Nicht gespendet werden darf während der Schwangerschaft und bis sechs Wochen nach der Entbindung, nach manchen Impfungen, operativen Eingriffen, Auslandsaufenthalten in Ländern mit erhöhten Infektionsrisiken, während der Einnahme von Medikamenten und kurz nach einer einfachen Erkältung.

Wo kann man spenden?

Das Deutsche Rote Kreuz bietet regelmäßig Termine, auch in vielen großen Krankenhäusern und in allen Unikliniken sind Blutspenden möglich. Hier finden Sie eine Übersicht der Dienste in Niedersachsen.
Auf dieser Seite erfahren Sie, wo das DRK in Ihrer Nähe Blutspende-Termine anbietet.

Wie oft darf man spenden?

Während der Spende wird ein halber Liter Blut entnommen. Frauen dürfen vier Mal im Jahr Blut spenden, Männer sechs Mal. Zwischen den Spenden müssen aber jeweils mindestens 56 Tage liegen. Blutplasma darf man öfter spenden.

Was passiert vor und nach der Spende?

Vor der Spende wird die Gesundheit gecheckt. Dafür sollten Spender etwas Zeit einplanen. Die Spende an sich dauert rund fünf bis zehn Minuten. Es ist ratsam, insgesamt mindestens 45 Minuten Zeit einzuplanen. Nach der Spende wird man kostenlos verpflegt und sollte noch circa 20 Minuten sitzen bleiben und etwas essen.

Das entnommene Blut wird nach der Spende getestet. Stellt sich dabei heraus, dass es Unregelmäßigkeiten gibt, wird der Spender umgehend informiert. Etwa vier Wochen nach der ersten Spende erhält der Spender zudem einen Blutspendeausweis, auf dem auch die Blutgruppe hinterlegt ist.

Den Ausweis sollte Sie stets bei sich haben. Wenn man selber mal eine Transfusion benötigt, spart das Zeit.

"Null Rhesus negativ" besonders begehrt

Nur etwa sieben Prozent der Bevölkerung haben die "Null Rhesus negativ". Das besondere an dem Blut: Es wird von allen Menschen vertragen. Daher ist es auch im Notfall zur Transfusion geeignet, wenn die Zeit nicht ausreicht, die Blutgruppe des Empfängers zu testen.

Schadet Blutspenden dem Körper?

Nein. Die gespendete Blutmenge ist im Verhältnis zur Gesamtblutmenge des Körpers so gering, dass der Verlust vom Organismus schnell wieder ausgeglichen wird.

Bekommt man für die Spende Geld?

Beim gemeinnützigen Deutschen Roten Kreuz sind Blutspenden unentgeltlich. Private Blutbanken und Kliniken zahlen Spendern in der Regel eine Aufwandsentschädigung zwischen 18 und 25 Euro. Speisen und Getränke werden immer zur Verfügung gestellt.

Von ewo

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