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Der Norden Prozess nach brutaler Attacke auf Polizisten
Nachrichten Der Norden Prozess nach brutaler Attacke auf Polizisten
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09:40 31.07.2017
Quelle: dpa
Lüneburg

Nach einer brutalen Attacke auf einen Polizisten im Landkreis Harburg muss sich ein 33-Jähriger von Dienstag an am Landgericht Lüneburg verantworten. Dem Angeklagten wird unter anderem schwere Körperverletzung vorgeworfen. Das Amtsgericht Winsen hatte ihn im März zu vier Jahren Haft verurteilt, dagegen legte er Berufung ein.

Polizist schwebte in Lebensgefahr

Das Opfer hatte bei dem Angriff am Rande eines Dorffests in Meckelfeld in der Gemeinde Seevetal im August 2015 schwere Schädel-Hirn-Verletzungen erlitten. Der damals 31 Jahre alte Polizist schwebte mehrere Tage in akuter Lebensgefahr, er trug laut Gericht schwere bleibende Schäden davon.

Das Amtsgericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte dem Beamten mit großer Wucht einen Faustschlag versetzt hatte. Der Polizist war daraufhin bewusstlos auf den Asphalt gestürzt. Er hatte eine Schlägerei zwischen dem Sicherheitsdienst einer Kneipe und mehreren Männern beenden wollen, die nicht eingelassen worden waren.

Der Angeklagte berief sich im Prozess auf Erinnerungslücken nach Alkoholkonsum. Das hielt das Gericht aber wegen der Zeugenaussagen auch über das Verhalten des Mannes vor und nach der Tat für unglaubhaft.

Verteidigung plädiert für Freispruch

Das Amtsgericht befand den Mann der schweren Körperverletzung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte für schuldig. Der Staatsanwalt hatte eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten gefordert, die Verteidigung auf Freispruch plädiert.

Zunächst war nach dem Angriff wegen versuchten Totschlags ermittelt worden. Die 9. kleine Strafkammer des Landgerichts hat bis zum 23. August insgesamt vier Termine angesetzt.

Nach den bundesweiten Kriminalstatistiken wurden im vergangenen Jahr mehr als 63 000 Polizisten im Dienst Opfer von Straftaten. Dabei ging es zum großen Teil um Widerstand gegen die Beamten, aber auch um Delikte wie schwere Körperverletzung und sogar um vollendeten Mord.

dpa

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