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Der Norden Ostfriesland: Bahn plant größte Drehbrücke Europas
Nachrichten Der Norden Ostfriesland: Bahn plant größte Drehbrücke Europas
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12:24 19.06.2018
Die derzeit kaputte Friesenbrücke. Quelle: Villegas
Westoverledingen

Die Deutsche Bahn plant in Ostfriesland die größte Drehbrücke Europas als Ersatz für die zerstörte Friesenbrücke an der Ems bei Weener. Der drehbare Teil soll demnach eine Spannweite von 142 Metern haben und für Schiffsbreiten von 52 Metern wie im Panama-Kanal ausgelegt sein. Wie Bahnvertreter am Montag bei einer Infoveranstaltung in Westoverledingen (Landkreis Leer) mitteilten, könnte das Bauwerk 2024 in Betrieb gehen.

Anwohner zeigten sich dort verärgert darüber, dass Planung und Umsetzung derart lange dauerten. Sie zeigten sich zudem besorgt über Lärm- und Staubbelästigung in der Bauphase. Die Bahn will jetzt Vorschläge prüfen, ob sich Materialtransporte teilweise per Bahn und Schiff anstatt über die Straßen in der Umgebung abwickeln lassen.

Besucher der Informationsveranstaltung der Deutschen Bahn zum Bau der neuen Friesenbrücke sitzen im Rathaus und hören den Sprechern der Deutschen Bahn zu. Quelle: dpa

Ein Frachtschiff hatte die Brücke Ende 2015 gerammt und teilweise zerstört, seitdem ist die Bahnverbindung vom ostfriesischen Leer nach Groningen in den Niederlanden unterbrochen. Mehr als ein Jahr hatte die Bahn an Plänen für eine Reparatur gefeilt, bis die Papenburger Meyer Werft den Vorschlag für einen modernen Neubau als Drehbrücke machte.

Neubau könnte bis zu 80 Millionen Euro kosten

Das ganze Ausmaß der Havariefolgen war anfangs nicht abzusehen. Experten untersuchten penibel die Statik der alten Klappbrücke und hielten zunächst eine Reparatur für 30 Millionen Euro bis 2021 für möglich. Doch dann schlug die Papenburger Meyer Werft einen modernen Neubau als Drehbrücke vor. Damit sollen die großen Kreuzfahrtschiffe einfacher über die schmale Ems an die Nordsee gelangen.

Diese große Lösung ist seit dem Sommer 2017 auch politisch gewollt, wird jedoch frühestens im Jahr 2024 abgeschlossen sein und mindestens 66 Millionen Euro kosten - nach unbestätigten Schätzungen sogar 80 Millionen Euro, und die Finanzierung ist noch nicht vollständig gesichert.

Sprengungen laut Bahn ungefährlich

Die Bahn stellt sich auf ein umfangreiches Planfeststellungsverfahren ein, denkbar sind Klagen von Umweltschützern: Die künftige Baustelle ist umgeben von zahlreichen Schutzgebieten. Es soll auch gesprengt werden, doch ein Bahnsprecher sieht darin keine Gefahr: „Das sind Lockerungssprengungen am Beton der alten Pfeiler, wir sprengen nichts in die Luft.“

Verhaltene Vorfreude bei den Bürgern

Die Freude über einen Neubau in Fachwerk-Optik hält sich bei dem Infoabend der Bahn im Rathaus Westoverledingen in Grenzen. „Neun Jahre bis zur Umsetzung sind einfach zu lange, wir haben durch den Vorschlag der Meyer Werft schon ein Jahr verloren“, ärgert sich Jan-Henrik Schmidtkunz aus Leer.

„Machen Sie das alte Brückenteil wieder rein, dann sind alle zufrieden“, fordert eine Anwohnerin. Denn die umliegenden Dörfer der künftigen Großbaustellen in Weener und Westoverledingen müssen sich auf Staub und Lärm durch Lkw-Verkehre einstellen. Vorschlag aus der Region: Das Material solle doch besser per Bahn und Schiff herangeschafft werden. „Wir prüfen auch das“, heißt es bei der Bahn.

Von RND/dpa

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