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Anti-Gaffer-Video aus Osnabrück wird zum Internet-Hit

Feuerwehr Anti-Gaffer-Video aus Osnabrück wird zum Internet-Hit

Schaulustige bei Unfällen und Rettungseinsätzen werden zunehmend zum Problem. In einem Video aus Osnabrück greifen junge Filmemacher das Thema auf – und landen mit dem drastischen Beitrag einen Internet-Hit. 

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Gaffer behindern Rettungsarbeiten. Filmemacher aus Osnabrück machen mit einem drastischen Beitrag auf das Problem aufmerksam.
 

Quelle: Blickfänger

Osnabrück.   Immer wieder behindern Gaffer Rettungsarbeiten. Mit einem drastischen Video hat eine Filmemacherin aus Osnabrück nun einen Internet-Hit gelandet. Der Film ist seit kurz vor Weihnachten auf Youtube zu sehen und wurde auf verschiedenen Internetplattformen bereits mehr als vier Millionen Mal aufgerufen.

Der Beitrag ist etwa viereinhalb Minuten lang. Gezeigt werden drei junge Erwachsene, die an einem schweren Verkehrsunfall vorbeifahren. Sie steigen aus und einer von ihnen beginnt Fotos und Videos zu machen, die er sofort in sozialen Netzwerken teilt. Angestachelt von den Reaktionen nähern sich die drei jungen Leute der Unfallstelle immer weiter und versuchen, immer spektakulärere Bilder zu machen. Sogar vor Selfies mit einer verbrannten Leiche schreckt der Protagonist nicht zurück. Zudem nehmen die Gaffer in Kauf, die Rettungsarbeiten massiv zu behindern. Am Ende muss der Protagnist eine schreckliche Entdeckung machen.

„Was als harmloses Spiel beginnt, wird zunehmend zu einem voyeuristischen Exzess“, erklären die Filmemacher Elena Walter und Emanuel Zander-Fusillo ihren Beitrag. Das abgestumpfte Verhalten schockiert und wird dennoch für viele Rettungskräfte immer wieder zur realen Erfahrung – oft mit schweren Folgen. 

Schaulustige sind ein Problem

So zum Beispiel bei einem Busunfall im Sommer in Bayern, wo Gaffer die Rettungsgasse blockierten und so die Zufahrt für Rettungskräfte erschwerten.  18 Menschen verbrannten in dem Bus. Bei einem Lastwagenunfall auf der Autobahn 1 im Bremer Kreuz Ende Dezember fielen erst vor Kurzem mehrere Autofahrer dabei auf, wie sie den umgekippten Sattelzug fotografierten und filmten. Das Verhalten  hat für die Fahrer wohl nun ein teures Nachspiel. 

Auch die fiktive Geschichte der drei jungen Gaffer nimmt kein gutes Ende – und trifft offenbar einen Nerv. Das Video wird im Netz emotional diskutiert. Die Filmemacher hoffen, dass sie mit ihrem Beitrag eine gesellschaftliche Debatte anstoßen können. 

Elena Walter und Emanuel Zander-Fusillo, die zusammen die Produktionsfirma Blickfänger betreiben, haben das Projekt gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück und dem Bürgerverein Wüste umgesetzt. Gefördert wurde die Produktion von der Sparkasse Osnabrück.

Von Elisabeth Woldt

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