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Der Norden AfD will Dialog mit niedersächsischen Gedenkstätten
Nachrichten Der Norden AfD will Dialog mit niedersächsischen Gedenkstätten
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19:00 23.11.2017
Trotz Protesten von Holocaust-Überlebendenverbänden will die AfD-Landtagsfraktion einen Abgeordneten in den Stiftungsrat der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten entsenden. Quelle: dpa
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Hannover

  „Wir möchten gerne unsere Verantwortung wahrnehmen“, sagte der AfD-Parlamentarier Klaus Wichmann am Dienstag in Hannover. Der Holocaust sei ein sehr wichtiger Teil der Geschichte. Er hoffe, dass die Stiftung das Gesprächsangebot der AfD annehme und das Ganze einen guten Ausgang nehme. 

Nach dem Stiftungsgesetz von 2004 steht jeder Landtagsfraktion ein Sitz im Stiftungsrat der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten zu. Der Geschäftsführer der Stiftung und Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen, Jens-Christian Wagner, hat nach dem Einzug der AfD in den niedersächsischen Landtag besorgte Schreiben von Überlebendenverbänden aus aller Welt erhalten.

Die Stiftung habe den Auftrag, die Opfer der NS-Verbrechen zu würdigen und eine kritische Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen sowie ihren Ursachen und Folgen zu fördern, sagte Wagner. „Die AfD, in deren Reihen revisionistische, rassistische, antisemitische und den Holocaust verharmlosende oder gar leugnende Positionen mindestens geduldet werden, steht diesem Auftrag entgegen.“ Wagner plädiert für eine Auseinandersetzung mit der AfD, dafür sei aber der Stiftungsrat der falsche Ort. In dem Gremium sitzen auch zwei Holocaust-Überlebende. 

„Ich halte es für ausgeschlossen, dass sich die AfD in irgendeine braune Richtung bewegt“, sagte Wichmann, der die AfD gern im Stiftungsrat vertreten würde. „Ich habe ein großes Problem damit, wenn jemand Nazi-Diktion verwendet.“ 

Von dpa

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