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Der Norden 12.000 Gläubige pilgern nach Telgte
Nachrichten Der Norden 12.000 Gläubige pilgern nach Telgte
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19:32 09.07.2017
„Einige Leute haben kaputte Füße“: Der Marsch geht über eine Strecke von 40 Kilometern.  Quelle: Hermann Pentermann
Osnabrück

Rund 12 000 Wallfahrer aus dem Münsterland, dem Osnabrücker Land und anderen Teilen Deutschlands nahmen an dem Marsch teil. Am Sonnabendnachmittag kamen sie in Telgte bei Münster an, etwa die Hälfte von ihnen pilgerte am Sonntag zurück in Richtung Osnabrück.

Gesänge und Gebete

„Es gibt einige Leute, die die Füße kaputt haben“, berichtete Organisator Karlheinz Schomaker am Sonntag. Mit Gesängen und Gebeten hätten sich die Gläubigen auf dem Weg zwischen den beiden Bischofsstädten aber immer wieder aufgebaut. Auch habe Sanitätspersonal bereitgestanden, um bei Blasen an den Füßen oder Krämpfen zu helfen. Anderen habe die hohe Luftfeuchtigkeit zu schaffen gemacht. Während es auf den ersten zwei Dritteln des Weges 18 bis 19 Grad waren, seien die Temperaturen acht Kilometer vor Telgte auf 23 Grad angestiegen. Es habe aber niemand ernsthafte körperliche Probleme gehabt.

Fünf Kilometer pro Stunde

Im Durchschnitt legten die Pilger fünf Kilometer pro Stunde zurück. „Mit unserem friedlichen Zug setzen wir ein Zeichen gegen das, was in Hamburg passiert ist“, sagte Schomaker mit Blick auf die Krawalle rund um den G20-Gipfel. Zu den Gläubigen stieß der katholische Bischof von Osnabrück, Franz-Josef Bode, der morgens an der Klause in Oedingberge einen Wortgottesdienst und eine Predigt hielt.

Das Interesse an der jährlich stattfindenden Wallfahrt ist ungebrochem. Vor fünf Jahren seien zur 160. Auflage der Wallfahrt 15 000 Pilger auf dem Weg gewesen, berichtete Schomaker. Im vergangenen Jahr waren es 10 000. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer liege zwischen 35 und 40 Jahren. „Viele, die die Wallfahrt als eine positive Erfahrung betrachten, bringen im nächsten Jahr jemanden mit“, hat Schomaker beobachtet, der die Wallfahrt zum 31. Mal organisierte.

Tradition seit 1852

Ziel der Prozession ist das Gnadenbild der „schmerzhaften Maria“ in der Telgter Wallfahrtskapelle. Das Bild wurde um 1370 geschaffen und zeigt eine Pietà - den Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus im Schoß seiner Mutter Maria. Zu der Wallfahrt machen sich seit 1852 jährlich Christen aus Osnabrück und Umgebung auf den Weg nach Telgte. Seit einigen Jahren nehmen aber auch Gläubige aus allen Teilen Deutschlands daran teil.

Von Christoph Koopmann

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