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Braunschweig Polizeipräsident Pientka präsentiert die Kriminalstatistik 2018
Nachrichten Braunschweig Polizeipräsident Pientka präsentiert die Kriminalstatistik 2018
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00:20 16.03.2019
Polizeipräsident Michael Pientka. Quelle: Polizei
Braunschweig

Das Straftatenaufkommen liegt mit unter 70.000 Straftaten wieder so niedrig wie nie. Bei der Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls hat sich die Trendwende aus 2016 konstant verfestigt, damit konnten die Sicherheitsgewinne aus 2017 auch 2018 erhalten werden.

Polizeipräsident Michael Pientka: „Stolz bin ich vor allem auf den Erfolg, den wir im letzten Jahr bei der Bekämpfung im Bereich der schweren Kraftfahrzeugdiebstähle erzielen konnten. In jüngster Vergangenheit sind uns nach umfangreichen Ermittlungen Festnahmen von osteuropäischen Autodieben direkt im Umfeld der A2 gelungen. Unsere Bemühungen mit täterorientierten Ermittlungen, einschließlich zielgerichteter Kontrollen auf den Verbindungsrouten gestohlener Fahrzeuge, haben sich bewährt. Der Erfolg unserer Strategie führte zu einem Rückgang um 17,15 Prozent und wir verzeichnen mit 425 Taten im letzten Jahr ein Allzeittief seit der Neuorganisation der Polizeidirektion Braunschweig im Jahr 2004.

Ich freue mich auch darüber, dass wir unsere Aufklärungsquote mit 62,22% noch ein Stück steigern konnten. Das zeigt, dass es uns gelungen ist, die Qualität unserer Arbeit im vergangenen Jahr zu konsolidieren und einen Höchstand seit 2004 zu erzielen. Im vergangenen Jahr hatten wir mit 69.272 erfassten Fällen abermals weniger als 70.000 Straftaten in Bearbeitung. Geprägt ist diese Entwicklung durch einen Rückgang von Betrugs- und sämtlichen Diebstahlsdelikten. Dies gilt bedauerlicher Weise nicht für die Straftaten zum Nachteil älterer Menschen. Die Täter modifizieren den Modus Operandi des „Enkeltricks“ und geben sich nunmehr als Polizeibeamte aus. Die Erfolgsquote bei den Fällen „Falsche Polizeibeamte“ ist dreimal so hoch wie beim „Enkeltrick“. Die gut organisierten Tätergruppierungen agieren bundes- und europaweit und nutzen mit dieser speziellen Begehungsweise in besonderem Maße die Gutgläubigkeit und altersbedingte Einschränkungen ihrer Opfer aus.

Besonders tragisch ist der Fall, bei dem eine Rentnerin gleich dreimal Geldbeträge an einen Täter übergab. Trotz unserer intensiven Präventionsaktivitäten sind die Täter in 40% der Fälle erfolgreich und richten einen extremen Schaden an. Nicht nur der Sachschaden ist mit 1.109.731 Millionen Euro regelrecht explodiert, auch der psychische Schaden, den die Betroffenen oft erleiden, ist immens. Wir lassen aber nicht nach, uns mit einer umfassenden Präventionsarbeit dem Problem entgegenzustellen. Insbesondere auch mit der Einbindung von Geldinstituten sensibilisieren wir deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über diese Straftaten, um potentiellen Opfer noch vor dem Geldabheben auf die Gefahren hinzuweisen. Zudem informieren wir nahestehende Personen, Familie und Freunde aus dem Umfeld der Senioren über aktuelle Gefahren zeitnah mit Warnmeldungen in den sozialen Medien.

Die Anzahl der Wohnungseinbrüche verzeichnet auch in 2018 einen leichten Rückgang. Seit nunmehr vier Jahren legen wir konsequent den Schwerpunkt unserer Arbeit auf die Bekämpfung dieses Deliktsbereiches. Ich bin zufrieden, dass die Kombination von Präventions-, Fahndungs- und Ermittlungsarbeit offensichtlich langfristig erfolgreich ist. Mehr als die Hälfte der polizeilichen Arbeitszeit aller Polizistinnen und Polizisten meiner Behörde wird in unserer Kernaufgabe der „Kriminalitätsbekämpfung“ geleistet. Diese Anstrengungen zahlen sich positiv aus.

Im vergangenen Jahr wurden in der Polizeidirektion Braunschweig wieder 973 Polizisten Opfer von Straftaten während ihrer Dienstausübung. Trotz der erneut hohen Anzahl von Angriffen auf Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, leisten unsere Kolleginnen und Kollegen engagiert ihren Dienst. Sie sind für die Erfolge unserer polizeilichen Arbeit die Garanten und dürfen darauf zurecht stolz sein.“

Von Polizei Braunschweig