Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Rechtstipp Wann muss der Chef von meinem Nebenjob wissen?
Mehr Studium & Beruf Rechtstipp Wann muss der Chef von meinem Nebenjob wissen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:20 24.09.2018
Jürgen Markowski ist Fachanwalt für Arbeitsrecht in Nürnberg und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein. Quelle: Marion Stephan/Manske & Partner
Nürnberg

Neben dem Hauptjob noch etwas dazu verdienen: Dafür brauchen Beschäftigte nicht immer die Zustimmung ihres Chefs. Manchmal ist sie jedoch zwingend nötig. Jürgen Markowski, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein, gibt einen Überblick.

Bei Beamten ist der Fall klar: Sie müssen sich eine Nebentätigkeit genehmigen lassen. Beschäftigte im öffentlichen Dienst dagegen müssen diese zunächst nur dem Arbeitgeber melden.

In der Privatwirtschaft ist zunächst der Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag maßgeblich. In aller Regel sind dort Pflichten zur Anzeige oder gar zur Genehmigung von Nebenjobs vorgesehen. In beiden Fällen gilt aber, dass der Arbeitgeber einer Nebentätigkeit nur widersprechen kann, wenn er dafür berechtigte betriebliche Interessen vortragen kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn man bei einem Mitbewerber arbeiten will. Oder wenn die arbeitsvertraglichen Pflichten gefährdet werden - etwa durch Nachtschichten im Nebenjob, wenn man am Morgen wieder im Büro sein müsste.

Auch Mini-Jobber, die eine weitere geringfügige Beschäftigung aufnehmen, müssen das melden, wenn sie damit die Geringfügigkeitsgrenze überschreiten. In solchen Fällen kann der Arbeitgeber den Nebenjob verbieten, erklärt der Arbeitsrechtler. Wer ihn trotzdem aufnimmt, riskiert eine Abmahnung bis hin zur Kündigung.

Wer aber etwa eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat und den erzeugten Strom zum Teil verkauft oder hobbymäßige Stickereien im Internet verkauft, muss das Markowski zufolge nicht melden.

dpa

Beisetzungen finden nur selten außerhalb von normalen Arbeitszeiten statt. Gesetzlich stehen Arbeitnehmern freie Tage aber nur in bestimmten Fällen zu. Dabei kommt es auf das Verhältnis des Mitarbeiters zum Verstorbenen an.

18.09.2018

Wer hinter Gitter muss, kann seinem Beruf erst einmal nicht mehr nachgehen. Doch wie sieht es nach der abgesessenen Strafe aus? Kann man dann wieder in den alten Job zurück?

10.09.2018

Ständiges Sitzen kann zu Verspannungen führen. Ein automatisch höhenverstellbarer Tisch am Arbeitsplatz ist daher optimal. Vom Arbeitnehmer kann ein solcher Tisch nicht gefordert werden, auch nicht mit Attest. Doch es gibt Ausnahmen.

07.09.2018