Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Aktuelles Studie: Ein-Euro-Jobs nur selten Brücke in normales Leben
Mehr Studium & Beruf Aktuelles Studie: Ein-Euro-Jobs nur selten Brücke in normales Leben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:26 10.02.2015
Was bringen Ein-Euro-Jobs? Den Arbeitslosen offenbar kaum etwas: Viele fühlen sich dadurchkeineswegs besser in die Gesellschaft integriert. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand
Anzeige
Nürnberg

Ein-Euro-Jobs stellen nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern für nur wenige Langzeitarbeitslose geeignete Brücken zur Rückkehr in ein normales Leben dar. Ein-Euro-Jobber kämen sich weiterhin als "Almosenempfänger" vor; viele fühlten sich dadurch gesellschaftlich nicht besser integriert. Das geht aus einer am Dienstag (10. Februar) veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Die Einschätzung verbessere sich, wenn Ein-Euro-Jobs länger als ein halbes Jahr ausgeübt würden und die Betroffenen mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiteten.

Besonders negativ beurteilten Ein-Euro-Jobber ihre Situation, wenn sie die Stellen lediglich aus Angst vor Sanktionen angenommen hätten, berichtet das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit. "Betrachtet man alle Teilnehmer an Ein-Euro-Jobs, lässt sich im Durchschnitt kein verbessertes Gefühl gesellschaftlicher Zugehörigkeit durch die Teilnehmer feststellen", lautet die Bilanz.

Besser gesellschaftlich integriert fühlen sich dagegen frühere Langzeitarbeitslose, die eine vom Jobcenter finanziell unterstützte Stelle in einem regulären Unternehmen vermittelt bekamen. Da sie ihr Geld in Form einer Lohnzahlung direkt vom Arbeitgeber erhielten, fühlten sie sich - trotz der staatlichen Subvention - als eigenständige Verdiener, stellten die Forscher fest. Auf dieser Grundlage hätten die Empfänger von Beschäftigungszuschüssen die Kontakte zu früheren Bekannten wieder intensiviert, die sie zuvor aus Scham eingestellt hätten. Sie gingen auch wieder öfters aus.

Im Januar gab es 1,074 Millionen Langzeitarbeitslose und 88 149 Ein-Euro-Jobber.

dpa

Deutschlands Arbeitnehmer haben deutlich höhere Reallöhne eingestrichen. Dank der niedrigen Inflation von 0,9 Prozent kamen sie 2014 fast ohne Abstriche in den Genuss von höheren Tarifgehältern und Zulagen.

09.02.2015

Wer arbeitet und kleine Kinder zu versorgen hat, fühlt sich häufig im Dauerstress. Wichtig ist, regelmäßig zu reflektieren, ob die Aufgaben noch zu schaffen sind.

09.02.2015

Mitarbeiter haben oft gute Ideen - etwa um Prozesse zu optimieren oder Produkte zu verbessern. Doch der Geistesblitz allein ist oft nicht genug. So mancher Vorschlag wird nie Realität.

09.02.2015
Anzeige