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Aktuelles Immer mehr Frauen haben einen Teilzeit-Job
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12:23 20.02.2015
Elf Millionen Frauen arbeiteten im vergangenen Jahr in Teilzeit. Viele entscheiden sich wegen ihrer Kinder oder zu pflegender Angehöriger für eine reduzierte Arbeitszeit. Quelle: Patrick Pleul
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Nürnberg

Immer mehr Frauen arbeiten in Deutschland in Teilzeit. Im vergangenen Jahr hatten elf Millionen weibliche Beschäftigte keine volle Stelle,

wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg mitteilte. Das waren doppelt so viele wie vor rund 20 Jahren. Fast die Hälfte der Beschäftigten war im vergangenen Jahr weiblich.

Die Zahl der beschäftigten Frauen stieg zwar seit der Wiedervereinigung um 21 Prozent; die von ihnen geleistete Arbeit aber nur um 4 Prozent. "Ein etwas höheres Arbeitsvolumen wird heute also von deutlich mehr Arbeitnehmerinnen erbracht als früher", sagte die IAB-Forscherin Susanne Wanger. Grund ist die steigende Teilzeitquote. Sie lag im Jahr 2014 bei knapp 58 Prozent. Im Jahr 1991 betrug sie nur 35 Prozent.

Auch immer mehr Männer haben Teilzeit-Jobs. Mit inzwischen gut 20 Prozent hat sich die Quote bei ihnen im Vergleich zum Jahr 1991 mehr als vervierfacht. Als Begründung gaben die meisten Männer an, keine Vollzeitstelle zu finden, oder noch in der Ausbildung oder im Studium zu stecken. Frauen entschieden sich am häufigsten wegen der Betreuung von Kindern oder Pflegebedürftigen gegen eine Vollzeit-Stelle.

Bei Frauen entscheide also vor allem die Familie, ob und in welchem Umfang sie arbeiten, schreibt die Forscherin. Das Erwerbsverhalten von Männern werde davon dagegen kaum beeinflusst. Das Modell, in dem der Mann Vollzeit und die Frau Teilzeit arbeitet, sei mit 45 Prozent besonders beliebt. Lediglich bei einem Viertel der Paare mit Kindern hätten beide Partner in etwa die gleiche Arbeitszeit.

Wanger sagte, passende Arbeitszeitmodelle und finanzielle Anreize könnten dazu führen, dass sich die Arbeitszeiten zwischen Männern und Frauen angleichen. Denn lange Teilzeitphasen brächten Nachteile bei Einkommen, Karriere und Alterssicherung mit sich.

dpa

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