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Jagd nach Studentenbude: So kommen Erstsemester an Wohnung

Arbeit Jagd nach Studentenbude: So kommen Erstsemester an Wohnung

Kurz vor Beginn des Wintersemesters suchen jedes Jahr Hunderttausende angehende Erstsemester eine Bleibe. Die Wohnungsmärkte in den Uni-Städten sind zum Teil sehr unter Druck. Experten empfehlen, schon vor der Studienplatzzusage mit der Suche zu beginnen.

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Immer eine gute Adresse für Erstsemester bei der Wohnungssuche: Das schwarze Brett an der Hochschule. Foto: Peter Kneffel

Hamburg. Die Uni hat noch nicht angefangen, da steht für viele die erste große Hürde auf dem Weg ins Studentenleben schon bevor. Wie eine coole Wohnung finden? Bei der Jagd nach der Traumbude gehört ein bisschen Glück dazu - und es braucht vor allem Zeit.  

"Unter den Studentenstädten sind vor allem die Märkte München, Frankfurt, Hamburg und Stuttgart besonders angespannt", sagt Stefan Brauckmann, Leiter des Bereichs Research und Analyse der Gesellschaft für Beteiligungen und Immobilienentwicklung (GBI). So kostet nach Angaben der GBI ein Zimmer auf dem privaten Wohnungsmarkt in Hamburg, Frankfurt und Stuttgart ab 400 Euro, in München muss man sogar mit 500 Euro rechnen. Wer sich auf dem privaten Wohnungsmarkt umsieht, sollte sich vor der Suche bei der Stadtverwaltung über den Mietspiegel für einzelne Stadtteile erkundigen, um überteuerte Preise zu erkennen.

Am besten beginnt man mit der Wohnungssuche schon, bevor man den Zulassungsbescheid hat, empfiehlt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk. Das hat den Vorteil, dass man bereits sucht, wenn die Masse der Studienanfänger noch nicht auf den Wohnungsmarkt drängt. Wer sich an mehreren Orten für einen Studienplatz beworben hat, sollte zumindest an den Orten die Fühler ausstrecken, die er favorisiert. Fast überall kann man sich ohne Zulassungsbescheid auf die Warteliste für das Studentenwohnheim setzen lassen. Ist der Bescheid dann da, reicht man ihn nach.

Doch wo suchen? Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund empfiehlt, sich bei der Suche nicht zu sehr einzuschränken. "Viele Wohnungen werden unter der Hand schnell vermietet und gar nicht öffentlich angeboten", sagt Ropertz. Deswegen rät er, bei Wohnungsgesellschaften nachzufragen, ob und wann Wohnungen frei werden. Dann gibt es in sozialen Netzwerken wie Facebook meist Wohnungs-Gruppen für die jeweiligen Städte. Im Internet finden Studenten außerdem gute Immobilienportale. Auch ein Blick in die lokale Zeitung und Anzeigenblätter lohnt sich. Die Immobilienteile sind oft ein- oder zweimal in der Woche beigelegt. An den Unis hängen häufig außerdem Wohnungsangebote am Schwarzen Brett.

Da Studenten meistens kein regelmäßiges Einkommen haben, verlangen Vermieter von Studenten oft eine Bürgschaft der Eltern. "Eigentlich dürfen sie außer der Kaution keine zusätzlichen Sicherheiten einfordern. Wird es ihnen aber angeboten, dürfen sie es annehmen", sagt Ropertz. Unter 18-Jährige brauchen die Zustimmung ihrer Eltern, um einen Mietvertrag abzuschließen.

Wichtig ist, den Mietvertrag sehr genau und mehrmals zu lesen, bevor man ihn unterschreibt. Alles was Geld kostet, sollte man genau unter die Lupe nehmen, rät Claus Deese, Geschäftsführer des Mieterschutzbundes. Sind die Nebenkosten realistisch? Wie steht es um Kaution und Mietdauer? "Um die Nebenkosten zu checken, vergleicht man sie am besten mit dem örtlichen Betriebskostenspiegel und lässt sich den Energieausweis zeigen", rät Ropertz.

Hat man den Mietvertrag geprüft und unterschrieben, steht dem Einzug nichts mehr im Wege: Die erste Hürde auf dem Weg ins Studentenleben ist also geschafft!

dpa

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