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Studie: Künftig noch weniger Lehrer für Mathe und Physik

Bildung Studie: Künftig noch weniger Lehrer für Mathe und Physik

Mathe, Informatik und Biologie - wer soll die MINT-Fächer in zehn Jahren noch unterrichten? Schon heute fehlen Lehrer. Eine Studie sieht vor allem bei jungen Frauen wenig Interesse für diesen Bereich.

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Schüler im Chemieunterricht: In den nächsten zehn Jahren könnte die Zahl der Lehrer für die sogenannten MINT-Fächer an allgemeinbildenden Schulen rapide sinken.

Quelle: Felix Kästle

Düsseldorf. In den nächsten zehn Jahren könnte sich die Zahl der Lehrer für Fächer wie Mathematik, Biologie, Physik und Chemie an allgemeinbildenden Schulen halbieren. Damit werde sich der Lehrermangel in diesen Fächern weiter verschärfen, heißt es in einer

Prognose des Essener Bildungsforschers Klaus Klemm.

 

Der Experte hatte aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamtes NRW über MINT-Fachlehrer ausgewertet. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Tendenziell gelte die in NRW festgestellte Entwicklung für ganz Deutschland, betonte der Professor.

Trotz des Mangels an Fachlehrern seien einzelne Schulen überversorgt. Dort könnten Lehrer beispielsweise Mathe oder Physik unterrichten, würden aber vor allem in anderen Fächern eingesetzt. "Das Potenzial liegt brach", betonte Klemm.

In NRW arbeiten derzeit rund 52 000 MINT-Lehrer an weiterführenden Schulen. Die meisten seien über 50 Jahre alt und schieden bis zum Schuljahr 2025/26 aus dem Beruf aus. Besonders im Fach Chemie kämen dann auf zehn neu zu besetzende Stellen lediglich zwei Bewerber.

Als Grund für den Mangel sieht der Wissenschaftler die hohe Abbrecherquote unter Lehramtsstudenten, weil die Betreuung schlecht sei, wie Klemm sagte. Zudem wollten zwar überwiegend junge Frauen Lehrerin werden, interessierten sich aber kaum für die MINT-Fächer.

Der Verband Bildung und Erziehung sieht nicht nur in den naturwissenschaftlichen Fächern erheblichen Bedarf. Auch für Sport und die musischen Fächer fehlten seit Jahren Lehrer.

dpa

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