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Mit Erfolgsdruck im Job umgehen: Tagebuch bringt Klarheit

Arbeit Mit Erfolgsdruck im Job umgehen: Tagebuch bringt Klarheit

Unter Druck werden die einen richtig gut - den anderen wird alles zu viel. Chef, Kollegen und die Familie: Alle wollen irgendwas. Manche Arbeitnehmer lässt Erfolgsdruck zur Hochform auflaufen.

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Sind die Erwartungen zu hoch? Dann ist es an der Zeit, sich klarzumachen, welche Dinge es sind, die einen unter Druck setzen - und daraus Konsequenzen zu ziehen. Foto: Monique Wüstenhagen

Freudenberg. mer lässt Erfolgsdruck zur Hochform auflaufen. Bei anderen artet er in Stress aus. Statt motiviert an die Arbeit zu gehen, fühlen sie sich erschöpft und nervös. Die Ziele scheinen zu hoch gesteckt. Die Angst, zu versagen, ist groß. In so einer Situation ist es wichtig, innezuhalten, rät Juliana Dreisbach, Psychologin und Coach aus Freudenberg bei Köln. Statt fremden oder eigenen Erwartungen unreflektiert nachzugeben, sei es besser, zu analysieren, woher der Druck kommt.

Dazu können Mitarbeiter zum Beispiel eine Zeit lang Tagebuch führen. Was setzt sie unter Druck? Welche Erwartungen machen ihnen mehr zu schaffen, als dass sie sie motivieren? Gibt es Menschen, die Berufstätige regelmäßig treffen und die ihnen nicht guttun, weil sie zusätzlichen Druck aufbauen? Wer seine Tagesabläufe protokolliert, findet das im Idealfall heraus, erklärt Dreisbach.

In einem zweiten Schritt müssen Arbeitnehmer dann Konsequenzen ziehen. Sie sollten entscheiden, bei welchen Anforderungen sie Abstriche machen und welchen sie gar nicht weiter nachkommen wollen. Hier reichen oft schon kleine Schritte aus, um sich besser zu fühlen. Arbeitnehmer können sich zum Beispiel vornehmen, ein Konzept künftig nur noch zweimal statt fünfmal durchzulesen, bevor sie es dem Chef geben. Sie können sich zum Ziel setzen, nur noch siebeneinhalb statt acht Stunden zu arbeiten, wenn ihnen die tägliche Arbeitsdauer zu schaffen macht. Damit der Erfolgsdruck nicht zu viel wird, ist es zudem wichtig, dass Arbeitnehmer nicht nur machen, was andere erwarten - sondern sie das Steuer selbst in die Hand nehmen.

dpa

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