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Die Straßenreinigerin: Von toten Fischen und Kondomen

Arbeit Die Straßenreinigerin: Von toten Fischen und Kondomen

"Wie arbeiten Sie denn?" - Jeder Berufstätige kann über seine Zunft eine Geschichte erzählen. Doch die wirklich spannenden Fragen wagen viele nicht zu stellen. Dabei ist kaum ein Job langweilig. Diesen Monat: drei Fragen an die Straßen- und Grünflächenreinigerin.

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Verena Grunwald hat auch schon mal einen toten Fisch aufgesammelt. Bild: BSR/dpa-tmn

Quelle: BSR

Berlin. Verena Grunwald (31) ist Straßen- und Grünflächenreinigerin bei der Berliner Stadtreinigung (BSR). Grunwald hat Gärtnerin gelernt. 2013 sattelte sie beruflich um und ist seitdem bei der BSR beschäftigt.

Zu ihren Aufgaben gehört es, öffentliche Straßen und Plätze sauber zu halten und den Berliner Park "Am Weißen See" im Bezirk Pankow zu reinigen.

Was ist das Ekligste, das Sie jemals einsammeln mussten?

Das Ekligste waren benutzte Kondome, die auf dem Rasen lagen. Wenn manche Leute im Park schon nicht an sich halten können, sollten sie ihre Hinterlassenschaften wenigstens in die Abfalleimer werfen. Über einige Leute kann man echt nur den Kopf schütteln.

Haben Sie manchmal Zweifel an den Menschen - bei dem, was Sie so alles finden?

Wenn man sieht, was manche Leute so alles liegenlassen, gerät man schon ins Nachdenken. Verpackungen, Grillzeug und sogar alte Klamotten - es gibt kaum etwas, das es nicht gibt. Ich habe aber den Eindruck, dass Sauberkeit durchaus ansteckend ist. Seitdem wir die Reinigung des Parks übernommen haben, ändert sich auch das Verhalten der Menschen zum Positiven. Die Abfalleimer werden beispielsweise konsequenter genutzt.

Haben Sie schon mal etwas total Kurioses gefunden?

Ich habe mal mitten auf der Rasenfläche einen toten Fisch gefunden. Von dem waren aber nur noch der Kopf und die Gräten übrig. Möglicherweise hat ihn jemand aus dem See geangelt und gleich gebraten und gegessen. Das war schon kurios.

dpa

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