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So verrückt sind deutsche Weihnachtsmärkte

Tourismus So verrückt sind deutsche Weihnachtsmärkte

Trends erobern auch die traditionellen Weihnachtsmärkte. Zum Auftakt der Saison ein Überblick, wo es vegan, bio oder erotisch zugeht - oder sogar "Schlag den Santa" gespielt wird.

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Striezelmarkt in Dresden: Steht hier die größte Weihnachtspyramide?

Quelle: Sebastian Kahnert

Dresden. Glühweinduft, gebrannte Mandeln und Stollen gehören zur Weihnachtszeit. Sie fehlen auf keinem Weihnachtsmarkt - egal ob in Nürnberg, München, Dresden oder Berlin. Allerdings lassen sich die Veranstalter immer wieder etwas Neues einfallen und setzen dabei auch auf Ausgefallenes - von Pornokaraoke auf der Hamburger Reeperbahn bis hin zum Spiel "Schlag den Santa" auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt. Eine Auswahl von Besonderem auf deutschen Weihnachtsmärkten:

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Weihnachtsmarkt in Magdeburg: Hier wird «Schlag den Santa» gespielt, mit Disziplinen wie Baumschmücken und Geschenke-Einpacken.

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Schlag den Santa: Das vielleicht schrägste Weihnachtsspiel hat man sich in Magdeburg einfallen lassen: "Schlag den Santa" feiert 2014 Premiere. Auf der Bühne des

Weihnachtsmarktes (24. November bis 30. Dezember) messen sich Konkurrenten des Weihnachtsmanns in Disziplinen wie Baumschmücken, Geschenke-Einpacken oder Weihnachtssackstemmen. Gesucht wird zudem das schrägste Weihnachtslied und die besten Sprüche rund ums Fest. Der Sieger wird am 26. Dezember gekürt.

 

 

Erotischer Weihnachtsmarkt: Wenig besinnlich, dafür aufreizend geht es wieder auf dem Reeperbahn-Weihnachtsmarkt

"Santa Pauli" (20. November bis 23. Dezember) in Hamburg zu. Ganz nach Kiez-Manier warten Engel im Stripzelt, beim "Pornokaraoke" können Besucher um die Wette stöhnen. In der Lounge warten dazu passend Getränke wie "Bordsteinschwalbe" oder "Nussknacker".

 

 

Ungewöhnlicher Weihnachtsbaum: Den

Mittelaltermarkt am Dresdner Schloss (25. November bis 23. Dezember) schmückt in diesem Jahr ein Weihnachtsbaum aus Kupfer. Er verliert garantiert keine Nadeln. Aus den Zweigen des gut vier Meter hohen, handgeschmiedeten Baums rinnt Wasser und gefriert zu Eiszapfen, wenn es kalt genug ist. Nach einem Brand in den Vorjahren dürfen in dem historischen Stallhof keine echten Kerzen und brennbaren Bäume mehr aufgestellt werden. Und der Baum bietet noch einen Vorteil gegenüber den herkömmlichen: Er wird von Jahr zu Jahr grüner - wegen der Patina.

 

 

Öko, bio, vegan, glutenfrei: Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg bieten Händler an den Sonntagen der Vorweihnachtszeit beim

Advents-Ökomarkt am Kollwitzplatz ihre Produkte an, von der Öko-Gans bis zum Weihnachtsschmuck und Baum aus fairem Handel. Auch Bratwurst und Glühwein gibt es bio. In München gibt es zum ersten Mal auf dem

Christkindlmarkt (27. November bis 24. Dezember) veganes Kletznbrot. Der Weihnachtsmarkt liegt mit diesem Früchtebrot laut Veranstalter "voll im Trend." Elisenlebkuchen gibt es glutenfrei zu kaufen - für Leute mit Allergie. Auch sonst gibt sich der Münchner Christkindlmarkt mit Bio-Glühwein, Mehrweg-Geschirr und bayerischen Bio-Fleckerln ökologisch. Die Stände werden mit Ökostrom versorgt.

 

 

Riesenweihnachtskugel: Wer schon immer wissen wollte, wie eine Weihnachtskugel von innen aussieht, sollte den

Ludwigshafener Weihnachtsmarkt besuchen. Hier steht eine fünf Meter hohe, begehbare Weihnachtskugel. Um das runde Metallgerippe herum sind 20 000 LED-Lichter angebracht. Sie sollen bis zum 24. Januar strahlen. Am 21. November öffnet der Weihnachtsmarkt seine Tore.

 

 

Lustiges Räuchermännchen: Die Kunstgewerbe-Werkstätten

Olbernhau im Erzgebirge haben nach dem Vorbild des 2013 gestorbenen Sängers und Komponisten Reinhard Lakomy ein Räuchermännchen geschaffen. "Stilecht in orangefarbenem Pullover, Zottelhaaren und Keybord unterm Arm", erklärt Geschäftsführer Stefan Feldevert. Das etwa 18 Zentimeter hohe Männlein wurde auf Wunsch der Familie Lakomy gefertigt. Unterm Arm trägt der Räucher-Lakomy sein Kinderlieder-Album "Traumzauberbaum".

 

 

Wohl hellster Weihnachtsbaum: Rund 6000 Leuchten strahlen an einer Fichte in Frankfurt am Main, in diesem Jahr erstmals als LED. Jedes Jahr wird eifrig diskutiert, ob der Baum zu schief oder knorrig ist. Der Anspruch ist groß, etwa 30 Meter hoch sollte der Baum sein. Und um diese Höhe zu erreichen, ist ein gewisses Alter notwendig. In der Regel um die 100 Jahre. "Und da ist es wie beim Menschen: Mit dem Alter wird man nicht zwingend schöner", sagt Kurt Stroscher von der Tourismus und Congress GmbH der Stadt. Den

Frankfurter Weihnachtsmarkt (26. November bis 22. Dezember) vor dem Rathaus Römer besuchen jedes Jahr etwa drei Millionen Menschen.

 

 

Größte Weihnachtspyramide: Sie steht auf dem

Dresdner Striezelmarkt (27. November bis 24. Dezember), einem der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Das sagt zumindest das Guinnessbuch der Rekorde. Bald dreht sich die 14,62 Meter hohe erzgebirgische Stufenpyramide aus Holz. 43 Figuren zieren die sechs Etagen. Zwar gab es im Vorjahr Streit mit Berlin darüber, wer die größte Pyramide ausstellt - das Berliner Schmuckstück maß knapp 22 Meter. Das Dresdner Exemplar, handgefertigt im Erzgebirge, sei allerdings die größte erzgebirgische Pyramide, verteidigten die Veranstalter.

dpa

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