Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Madrid-Yiwu künftig auch für Touristen?

Transport Madrid-Yiwu künftig auch für Touristen?

Vom chinesischen Yiwu geht es über acht Länder nach Spanien. Die längste Bahnstrecke der Welt ist Madrid-Yiwu und zurück. Bisher werden dort keine Touristen transportiert. Das soll sich ändern.

Voriger Artikel
Flixbus will 50 weitere kleinere Städte ansteuern
Nächster Artikel
Präsidentenwahl in Haiti: Urlauber müssen vorsichtig sein

Künftig können auch Touristen die weltweit längste Eisenbahnverbindung nutzen.

Quelle: Tim Brakemeier/Symbolbild

Madrid. Auf der längsten direkten Eisenbahnverbindung der Welt zwischen Spanien und China sollen die Güterzüge künftig auch Touristen transportieren. Man erwäge, eventuell Passagierwagen anzuhängen, sagte der Präsident der Betreiberstiftung (FIYE), Mao Wenjing im Interview mit efe.

Die im November 2014 eröffnete Bahnstrecke führt von Yiwu im Osten Chinas über 13 052 Kilometer und acht Länder bis nach Madrid. "Viele Menschen haben uns gefragt, ob man auf dem Zug mitfahren kann", sagte Mao. Zur Verwirklichung der Pläne, auch Touristen zu transportieren, müsste allerdings die Fahrtfrequenz Richtung China erhöht werden. Noch fahren den Angaben zufolge deutlich mehr Züge von der Industriestadt Yiwu nach Madrid als in die umgekehrte Richtung. Auf der sogenannten "Neuen Seidenstraße" seien in den knapp zwei Jahren nach Aufnahme des Projekts 76 Fahrten nach Madrid durchgeführt worden, Richtung China bisher aber nur elf, hieß es.

Die Züge bringen verschiedene Konsumgüter nach Spanien und fahren vor allem mit spanischem Schinken, Wein, Wasser und Olivenöl beladen nach China. Die Fahrt dauert rund drei Wochen. Der Zug fährt dabei durch Spanien, Frankreich, Deutschland, Polen, Weißrussland, Russland, Kasachstan und China. Der Transport per Bahn ist nach Angaben des Madrider Verkehrsministeriums rund zehn Tage schneller als eine Beförderung der Fracht auf dem Seeweg, und zudem billiger und umweltfreundlicher als ein Schiffstransport.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles