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Die Reisetrends im Winter: Lust auf ungetrübte Urlaubsfreude

Tourismus Die Reisetrends im Winter: Lust auf ungetrübte Urlaubsfreude

Der Winter ist klassischerweise Fernreisesaison. Die Veranstalter bauen ihre Programm entsprechend aus: Die Karibik und der Indische Ozean sind beliebt, in Südafrika sinken die Preise kräftig. Und wer in Europa bleiben will, kommt an den Kanaren nicht vorbei.

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Luxor würde in der Wintersaison wieder gerne mehr Touristen sehen - doch viele Reisende meiden das Land derzeit noch. Foto: Philipp Laage

Berlin. Die Urlaubssaison in diesem Sommer ist ziemlich außergewöhnlich: Tausende Touristen haben der Türkei den Rücken gekehrt, dafür boomen das westliche Mittelmeer sowie Urlaub zwischen Bayern und Nordsee.

Die Reiseveranstalter mussten fleißig umplanen - und werfen den Blick nun schon wieder auf den kommenden Winter: weg von den Krisenherden hin zu den fernen Urlaubsparadiesen. Das sind die Trend aus den Winterprogrammen der kommenden Saison:

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Die Fernstrecke läuft im Winter gut - besonders Mauritius, das Eiland im Indischen Ozean. Foto: Michael Zehender

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Alles auf die Kanaren

Akzeptable Flugzeiten, angenehme Temperaturen: Die Kanaren waren schon immer ein beliebtes Winterziel deutscher Urlauber. Doch in diesem Jahr dürften die Atlantik-Inseln noch mehr Gäste anlocken als sonst. Die Veranstalter haben jede Menge neue Hotels eingekauft und aufgemacht: Tui erweitert sein Angebot um 40 Prozent, Alltours hat 380 statt wie bisher 330 Hotels im Portfolio. Auch Neckermann, ITS und Jahn Reisen haben aufgestockt, die DER Touristik Köln legt zwei zusätzliche Vollcharter-Flüge auf. Das Reiseziel profitiere von der Schwäche der Türkei von Ägypten, gibt man bei Thomas Cook zu. Denn die Angst vor Terror hält viele Deutsche von diesen Zielen ab.

Der Münchener Reiseveranstalter FTI geht neue Wege und bietet Urlaub auf den Kanaren erstmals in Kombination mit Marokko-Rundreisen an. Beide Ziele finden sich im gleichen Katalog. FTI hat viel in den Badeort Agadir investiert - und will möglicherweise über die Kanaren noch mehr Kunden auf Marokko als Winterziel aufmerksam machen. Fest steht: Wer nicht länger als fünf Stunden fliegen möchte und nicht Ski fährt, der kommt an den Kanaren im Winter kaum vorbei. Die Preise gehen dafür auch tendenziell etwas nach oben.

Das Glück liegt in der Ferne

Es sind die von allem Chaos der Welt entfernten Badedestinationen in der Ferne, die im Winter besonders viele Urlauber anlocken. Die Insel Mauritius im Indischen Ozean liegt etwa bei Tui bei den Buchungen satte 50 Prozent im Plus. Auch die Badeorte in Mexiko boomen bei dem Veranstalter, ebenso wie die Kapverden. Bei Thomas Cook - der sich zum Winter als reiner Premium-Veranstalter aufstellt - sind Resorts in Mosambik und auf Martinique neu im Programm. Neckermann hat 37 neue Hotels in der südlichen Karibik in den Buchungssystemen. Die Karibik und der Indische Ozean gehören zu den Gewinnern des Winters.

Daneben setzen die Veranstalter bei Rundreisen kleinere neue Schwerpunkte: Myanmar etwa steht neu in den Katalogen von Thomas Cook und Neckermann. FTI bietet Uganda und Ruanda als neue Reiseziele in Afrika an. Tui baut unter anderem sein Angebot an Rundreisen in Lateinamerika aus, mit eigenem Katalog. Und in Südafrika und Namibia legen die Hannoveraner um 60 Prozent zu. Und neu bei Alltours sind etwa Porto Santo und das Emirat Adschman.

Fernstrecken-Preise: Karibik ist teuer, Südafrika günstiger

Die Preisentwicklung auf der Fernstrecke ist je nach Zielgebiet sehr unterschiedlich. Ein Land sticht aber hervor: Südafrika-Reisen kosten wegen des günstigen Wechselkurses weniger. Die Einreisezahlen erreichen derzeit neue Rekordmarken. Tui senkt die Preise für Südafrika und Namibia um bis zu 15 Prozent, Gebeco um bis zu 10 Prozent. Thomas Cook gibt immerhin ein Minus von 2 Prozent aus. Studienreiseanbieter Studiosus nimmt 6 Prozent weniger für Südafrika, für Namibia sogar 11 Prozent. Abseits von Afrika gehen vor allem die Preise für Thailand-Urlaube nach unten.

Insgesamt scheinen die Preise aber eher anzuziehen. Vor allem Mexiko und die Karibik, die vom starken Dollar abhängen, werden teurer. Trendziel Kuba hat für den Ansturm an Touristen nicht genügend Kapazitäten, das treibt die Preise. Tui verlangt im Schnitt 10 Prozent mehr für seine Kuba-Reisen, Thomas Cook 9 Prozent. Auch Urlaub im Indischen Ozean - also vor allem auf den Malediven und auf Mauritius - wird im Schnitt eher teurer als im Vorwinter.

Ägypten lockt mit günstigen Preisen

Die Krisenländer des Sommers werden auch im Winter nicht so schnell wieder auf die Beine kommen. Entsprechend sinken die Preise teils dramatisch. Das gilt auch für das beliebte Winterziel Ägypten. Schauinsland hat die Preise um ein Fünftel gesenkt. Tui geht immerhin drei Prozent nach unten. Auch bei Neckermann wird Ägypten günstiger.

Aktuell zeigt sich überall das gleiche Bild, ob in Hurghada, Antalya oder auf Djerba: In den großen Hotelkomplexen ist nur ein Bruchteil der sonstigen Urlaubermassen zu Gast. Also werden die Preise massiv gedrückt. So können Reisende, die sich von Sicherheitsbedenken nicht schrecken lassen, nicht selten Fünf-Sterne-Urlaub zum absoluten Schnäppchenpreis machen. Diese Option dürfte auch im Winter bestehen.

dpa

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