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Dichtes Gedränge: Taschendiebe lieben Weihnachtsmärkte

Kriminalität Dichtes Gedränge: Taschendiebe lieben Weihnachtsmärkte

Die Besucher sind dicht gedrängt und der Glühwein erheitert die Stimmung: Weihnachtsmärkte sorgen bei vielen Taschendieben für ein frohes Fest. Die Polizei warnt und gibt Tipps.

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Besucher laufen über den gut besuchten Dortmunder Weihnachtsmarkt. Taschendiebe lieben das dichte Gedränge auf dem Weihnachtsmarkt. Seine Wertsachen sollte man immer im Blick haben.

Quelle: Ina Fassbender

Mainz. Alle Jahre wieder versuchen sie ihr Glück: Für Taschendiebe herrscht auf Weihnachtsmärkten Hochkonjunktur. Zwischen Dekoständen und Glühweinbuden rempeln, drängeln und lenken sie ihre Opfer ab, um sich Bargeld und andere Wertsachen zu schnappen.

In

Mainz sorgt die Polizei in diesem Jahr mit einem gesonderten Einsatzteam für die Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt und Umgebung. Mehrere Teams sind täglich in zivil oder Uniform auf dem Domplatz und in der Innenstadt unterwegs, um potenzielle Diebe abzuschrecken. Die Strategie zahlt sich aus:

"Wir haben derzeit so gut wie gar keine Taschendiebstähle", berichtet ein Polizeisprecher. Nur am ersten Wochenende nach der Eröffnung habe man drei Anzeigen aufgenommen. Bei einem versuchten Diebstahl erzielten die Ermittler zudem einen Fahndungserfolg: Sie schnappten eine Serientäterin, gegen die seit längerem wegen zahlreicher Taschendiebstähle im süddeutschen Raum ermittelt worden war.

Auch in

Koblenz ist die Lage "eher ruhig", sagt eine Polizeisprecherin. Auf einem Informationstag Ende November wurden Infobroschüren und Aufkleber verteilt, zudem sind vier Beamte auf dem Jesuitenplatz im Dauereinsatz. Mit ihnen macht die Polizei auch in den sozialen Netzwerken Werbung. "Aufmerksam sein ist das beste Mittel gegen Diebstahl", betont die Sprecherin. Denn wenn die Diebe nicht sofort ertappt werden, sind sie kaum noch aufzufinden, erklärt Gerhard Klotter, Vorsitzender der

Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. "Zumal die Opfer den Verlust meist erst spät bemerken und die Täter in vielen Fällen nicht beschreiben können", sagt er.

Entspannt ist die Lage nach Angaben der Polizei in

Trier. Auch dort setzt die Polizei auf Fußstreifen - an manchen Tagen sogar aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland. "Wir sind im Grenzgebiet und da kommen natürlich auch viele Touristen", sagt eine Polizeisprecherin. Kollegen aus Frankreich sollen dafür sorgen, dass jeder Besucher die Polizei ansprechen kann, zum Beispiel auch im Falle eines Diebstahls. Die Sprecherin empfiehlt, im Menschengedränge besonders wachsam zu sein: "Gerade wenn die Leute in besinnlicher Stimmung sind, passen sie nicht auf."

Dass auch

unter der Erde Vorsicht geboten ist, betont die Polizei in Traben-Trarbach. Dort führt der Weihnachtsmarkt ausschließlich durch die Unterwelt der Innenstadt. Mehrere Kollegen gehen regelmäßig auf Fußstreifen durch die Keller. "Wir hatten bislang keine Vorfälle", sagt ein Polizeisprecher. Die Beamten würden immer wieder etwa Frauen mit offenen Handtaschen ansprechen, um Langfingern so wenig Gelegenheiten wie möglich zu bieten.

Eine beliebte Masche der Taschendiebe, die meist mit Komplizen unterwegs sind, ist immer noch das Anrempeln von Besuchern. Auch wer ins Gespräch verwickelt wird, lässt sich schnell die Geldbörse entwenden. "Diebe brauchen körperliche Nähe", betont die Koblenzer Polizeisprecherin. Drängeln gehört ebenfalls zum Repertoire: Ein Dieb rückt unangenehm dicht an das Opfer heran, bis es sich ärgerlich abwendet und so eine umgehängte Tasche oder Geldbörse in der Jackentasche quasi "griffbereit" anbietet.

Was tun? "So wenig Bargeld wie möglich mitführen, Wertsachen möglichst nah am Körper tragen, keine Rucksäcke mitnehmen", empfiehlt der Sprecher. Hand- und Umhängetaschen sollten verschlossen und mit der Verschlussseite zum Körper getragen werden. Zudem solle man Jacke oder Tasche niemals unbeaufsichtigt lassen, sagt die Koblenzer Sprecherin.

dpa

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