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Deutsche Flugreisende fühlen sich an Bord sicher

Tourismus Deutsche Flugreisende fühlen sich an Bord sicher

Sauberkeit und Sicherheit an Bord sind deutschen Flugreisenden besonders wichtig. Das geht aus dem dritten Verbraucherreport des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hervor, den Präsident Klaus-Peter Siegloch vorstellte.

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So viel Platz im Flieger haben Passagiere selten: Für zusätzliche Beinfreiheit oder sonstigen Komfort müssen sie immer öfter zahlen.

Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert

Berlin. Eine eher geringe Rolle spielt für die Fluggäste offenbar das Unterhaltungsangebot in Form von Filmen und Musik. Nur 32 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen ein solches Angebot an Bord wichtig ist. Anders sieht es beim Komfort der Sitze und der Beinfreiheit aus - 91 Prozent der Befragten ist das überaus wichtig.

Hier beobachtet Siegloch einen Trend: "Fliegen wird immer mehr zum Wahlmenü." Wer größeren Komfort erwartet, muss dafür extra zahlen. Reisende, die sich hingegen mit weniger Beinfreiheit zufriedengeben, kommen günstiger von A nach B. Gleiches gelte auch für die Gepäckaufgabe: Wer mit wenig auskommt, kann viel Geld sparen. Somit gebe es immer mehr maßgeschneiderte Angebote für Kunden. 54 Prozent aller Befragten sind laut Report bereit, mehr Geld für mehr Komfort zu zahlen.

Laut Report ist und bleibt der häufigste Grund für eine Flugreise ein Urlaub von mehr als drei Tagen. 67 Prozent der Reisenden gaben das als Grund ihres jüngsten Fluges an. Kurzurlaube waren hingegen nur für drei Prozent der Reisenden ein Grund, ins Flugzeug zu steigen. "Den immer wieder erwähnten Shopping-Tourismus können wir nicht beobachten", sagt der BDL-Präsident.

Besonders junge Menschen nutzen für Reisen gerne das Flugzeug. Am häufigsten reist laut Verbraucherreport die Gruppe der 18- bis 34-Jährigen: 60 Prozent der Männer und 54 Prozent der befragten Frauen aus dieser Altersklasse haben in den vergangenen zwei Jahren das Flugzeug genutzt. In der Altersklasse der über 60-Jährigen war das nur bei 33 Prozent der Männer und 24 Prozent der Frauen der Fall.

Generell ergab die repräsentative Befragung, dass sich die Deutschen in Flugzeugen sehr sicher fühlen. 97 Prozent gaben an, dass sie mit dem Sicherheitsgefühl bei ihrem jüngsten Flug sehr zufrieden waren. Der Absturz der Germanwings-Maschine im März dieses Jahres hat daran nur wenig geändert. Lediglich zwei Prozent sagten in einer separaten Umfrage - die eigentlichen Zahlen des Reports waren kurz vor dem Unglück erhoben worden -, dass sie deswegen in Zukunft weniger fliegen wollen.

Das Flugzeug ist für längere Strecken klar das bevorzugte Verkehrsmittel der Deutschen. 54 Prozent gaben an, dass sie für weite Entfernungen lieber das Flugzeug statt Auto (21 Prozent) oder Zug (21 Prozent) nutzen. Nur zwei Prozent steigen dafür gerne in den Reisebus. Für 66 Prozent ist das Flugzeug darüber hinaus das sicherste Verkehrsmittel.

Auch zu Streiks und Verspätungen verschiedener Verkehrsmittel wurden die Teilnehmer der Studie befragt. 26 Prozent gaben an, dass sie sich in den vergangenen zwei Jahren mindestens einmal so über ein Verkehrsmittel geärgert haben, dass sie es am liebsten nicht mehr benutzen würden. In 80 Prozent der Fälle war damit die Bahn gemeint, sechs Prozent ärgerten sich über das Flugzeug.

Für den Verbraucherreport wurden in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe Wahlen 1010 deutsche Flugreisende befragt.

dpa

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