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Blenheim Palace - Eine Reise auf Churchills Spuren

Tourismus Blenheim Palace - Eine Reise auf Churchills Spuren

"Wenn du durch die Hölle gehst, geh weiter." Das ist eines der vielen Zitate aus Winston Churchills überaus langem Leben als Politiker. Mit seiner Willenskraft, einer rhetorischen Begabung und militärischer Disziplin avancierte er im Zweiten Weltkrieg zum Helden des britischen Empire.

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Typisch London: Schwarzes Taxi und roter Doppeldecker vor dem House of Parliament.

Quelle: VisitEngland/ Diana Jarvis

Woodstock. Wer 50 Jahre nach seinem Tod in

Großbritannien nach den Spuren des zweimaligen Premierministers sucht, lernt nicht nur viel über einen außergewöhnlichen Staatsmann, sondern auch über das Leben der englischen Upper Class.

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Eingang zur Unterwelt: Die Imperial War Rooms im Kellergewölbe unter dem Finanzministerium dienten dem Kriegskabinett bis 1939 als Tagungsstätte.

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Im Blenheim Palace, dem Schloss von Churchills Großvater in der Grafschaft Oxfordshire, beginnt die große Geschichte des berühmten Staatsmannes. Dort gibt es auch eine neue Ausstellung über Churchill zu sehen. Seine hochschwangere Mutter liebte rauschende Feste, und so erblickte Winston hier bei einem Ball 1874 in einem als Garderobe genutzten Raum "zwischen Mänteln und Federboas" das Licht der Welt.

 

Blenheim Palace, seit 1987 Unesco-Weltkulturerbe und noch immer Sitz der Grafen von Marlborough, sollte im gesamten Leben Churchills einen herausragenden Platz einnehmen. Immer wieder zog es ihn in das Schloss zurück.

 

Hier beschäftigte sich Churchill begeistert mit dem militärischen Genius seines Vorgängers, John Churchill, des englischen Feldherrn aus dem 17. Jahrhundert. Hier verbrachte er Stunden, um geschichtliche Werke und die rhetorisch gekonnten Reden seines Vaters Randolph im Unterhaus zu studieren und selbst biografische Werke zu verfassen. Und hier machte er auch seiner späteren Frau Clementine einen Heiratsantrag.

Rekordverdächtige 60 Jahre saß Winston Churchill im britischen Unterhaus. Von den Skulpturen auf dem Parliament Square in London steht Churchills Statue dem Parlamentsgebäude am nächsten. In Whitehall geht es an einigen Ministerien vorbei, die Churchill in seiner Politikerkarriere führte: Von der Admiralität über das Kriegs- bis zum Finanzministerium. Ja, und natürlich auch vorbei an der Downing Street Nummer 10, in der Churchill von 1940 bis 1945 sowie von 1951 bis 1955 das Amt des Premierministers innehatte.

Richtig interessant wird es in den Cabinet War Rooms. Das heute als Museum dienende Kellergewölbe unter dem Finanzministerium am St. James's Park hinterlässt den Eindruck, als hätte das Kriegskabinett, das hier ab 1939 tagte, gerade erst die Räumlichkeiten verlassen.

"Geschützt von einer drei Meter starken Betondecke befanden sich hier auch die Kommandozentrale der britischen Kriegsführung sowie ein als Toilette getarnter Spezialraum mit einer direkten Telefonverbindung zum amerikanischen Präsidenten", erklärt Phil Reed, der Direktor des Imperial War Museum. "Churchill hielt es im Gegensatz zu seinen Ministern hier unten nicht lange aus. Selbst beim deutschen Bombenhagel kletterte er auf das Dach des Finanzministeriums, um sich einen Eindruck von der Feuersbrunst zu verschaffen."

dpa

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