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Ein Hauch von Urlaub: Beach Wear ist farbenfroh und leicht

Mode Ein Hauch von Urlaub: Beach Wear ist farbenfroh und leicht

Sonne, Strand und luftig-bunte Kleidung: Zum Beach Flair gehört für viele auch die nötige Beach Wear. Denn mit dem Bikini oder der Badehose lässt sich selten manierlich außerhalb der Sandzone spazieren - was obendrüber kommt, muss aber trotzdem noch das nötige Statement vermitteln.

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Cooles Cap, lässige Klamotten und bequeme Schuhe - so wie hier bei Volcom kann der Surfer Look jenseits des Strand aussehen (Cap ca. 33 Euro, Hemd ca. 55 Euro, Shorts ca. 50 Euro).

Quelle: Volcom

Köln. Beach Wear ist farbenfroh und besteht oftmals aus fließenden Stoffen. Die Kleidungsstücke sollen den sommerlichen Lifestyle ausdrücken, erklärt Gerd Müller-Thomkins, Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts (DMI) in Köln. Wer sie in der Stadt trägt, bei dem schwingt auch ein gewisser Eskapismus mit. "Diese Beach Wear ist so etwas wie der sommerliche Smiley in der Mode."

Der Diplom-Designer Robert Herzog von der Staatlichen Modeschule Stuttgart unterscheidet bei der Beach Wear zwei Themen: zum einen das Surfer-Feeling, das auf den kalifornischen Lifestyle anspielt. Ergonomische Schnitte spielen dort zum Beispiel auf den Wet Suit an. Die Farben sind pastellig, aber plakativ. "Das Grelle geht zurück", sagt Müller-Thomkins. Zu solch' einem eher schnittigen Oberteil kombinieren Frauen einen flattrigen Rock, sagt Herzog.

Das andere Thema bei Mode, die vom Beach Life beeinflusst ist, erinnert eher an Monte Carlo, die Riviera, erklärt Herzog. Die Formen seien hier eher von der Couture inspiriert: Man arbeitet mit höheren Taillen, mit Blumendrucken. Das Ganze wirkt mehr angezogen, klassischer, beschreibt es der Modeexperte.

Der Wunsch nach Lockerheit eint die zwei Themen innerhalb der Strandmode: "Hauptsache, es ist relaxed", bringt es die Modeberaterin Britt Kiefer aus Hamburg auf den Punkt. Leger, aber trotzdem sexy ist die Mode. Beeinflusst werde sie etwa vom Coachella-Festival in den USA, trägt auch Hippie-Elemente in sich.

Die Muster sind entsprechend: Im weitesten Sinne kommen sie aus der Natur oder der Natürlichkeit, erläutert Müller-Thomkins. Aber auch grafische Motive sind vertreten. Bunte Prints etwa aus dem Digitaldruck: Dort werden zum Beispiel natürliche Motive fotoidentisch umgesetzt.

Zum einen steht die Farbenfreude im Vordergrund: Koralle, Türkis, Pink - diese Farben seien bei der Beach Wear diesen Sommer angesagt, erklärt Kiefer. Zum anderen ist der genaue Gegensatz gefragt: "Weiß ist absolut Trend momentan." Die typischen Teile: Haremshosen, luftige Blusen, Tuniken, Maxi-Kleider, aber auch Hotpants.

An die Füße kommt passend zur gewünschten Botschaft ebenfalls etwas Lockeres: Dazu gehören zwar noch die Flip Flops, ganz klar. Aber: Sie befinden sich auf dem Rückzug, sagt Herzog. Im Trend liege stattdessen die Neuinterpretation der Badelatschen. Auch Gesundheitssandalen gehören zu dem locker-relaxten Beach Style, genau wie Espadrilles und die Riemchen-Sandalette für die Frau.

Sind die Kleidungsstücke und die Schuhe ausgewählt, ist der Look aber meist noch nicht komplett: Denn die Strandmode ist sehr Accessoires-lastig. Dazu zählt zunächst einmal alles, was mit Hüten zusammenhängt, erklärt Müller-Thomkins. Schlapphüte, Panama-Hüte, aber auch Caps gehören dazu. Und natürlich Tücher. Dazu Ketten oder Armbänder, Ohrringe mit Federn oder Blumenschmuck im geflochtenen Haar, beschreibt Kiefer. Die Sonnenbrille rundet das Ganze ab.

Als Outfit für das Büro eignet sich der Strand-Look eher nicht, sagt Herzog. Für den Alltag jenseits des Urlaubs aber schon - schließlich sei es teils auch der Wunsch, mit den Kleidern den Beach-Lifestyle in die Alltäglichkeit zu übertragen, sagt Müller-Thomkins. Dafür werden Einzelteile des Looks mit anderen Stilen kombiniert.

Kiefer hat gleich einige Beispielkombinationen im Kopf: Sie rät zur Haremshose mit einem engeren Top, einem Blazer und Pumps. Oder ein Kimono zu einer dunklen Jeans oder einer schwarzen Stoffhose. Den Beach-Look mit dem Maxikleid entschärft man, indem man weniger Ketten und Armbänder dazu trägt. Männer können zum Beispiel eine beigefarbene Chino gut mit einem roten Sakko kombinieren.

dpa

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