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A, V oder X: Passende Blazer und Sakkos für jeden Figurtyp

Mode A, V oder X: Passende Blazer und Sakkos für jeden Figurtyp

Blazer sind für viele die Standardkleidung im Beruf, auch in der Freizeit passen sie. Das kommt nicht von ungefähr: Eigentlich stehen die Jacken jedem, denn sie schmeicheln der Figur.

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Männer mit schmalen Schultern sollten zu Sakkos mit einer ausgearbeiteten Schulterpartie greifen. Hier ein Beispiel von Eduard Dressler (469 Euro).

Quelle: Eduard Dressler

Berlin. Je nach Figurtyp eignen sich andere Schnitte.

Förmlicher Businessauftritt, schicke Abendgarderobe oder lässiger Casual Look - Blazer und Sakkos sind Allrounder, die man mit vielen Kleidungsstücken kombinieren kann. Aber nicht nur das. Laut Modeexperten sind sie auch perfekt, um Problemzonen auszugleichen. Das raten sie diesen Figurtypen:

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Männer mit schmalen Schultern sollten zu Sakkos mit einer ausgearbeiteten Schulterpartie greifen. Hier ein Beispiel von Eduard Dressler (469 Euro).

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Der A-Typ: Frauen dieses Typs haben eine birnenförmige Figur. "Die Schultern sind schmaler als die Hüften", erklärt der Stilcoach Lisa Zimmermann aus Berlin. "Das ist in der Silhouette extrem unvorteilhaft, weil der Schwerpunkt nach unten auf die Hüfte als breiteste Stelle rutscht." Deshalb sei es wichtig, die schmalen Schultern auszugleichen, zum Beispiel durch eine gut ausgearbeitete Schulterpartie oder -polster.

 

"In dem Moment, wo Sie die Schulter ausgleichen, wirkt die Hüfte nicht mehr so breit", erläutert Zimmermann. "Das ist wie eine optische Täuschung." Die Stilberaterin Cornelia Gumm aus München rät Frauen dieses Figurtyps, einen taillierten Schnitt zu wählen. Dadurch wird zusätzlich die Taille als schmalste Stelle des Körpers betont, der folglich weiblicher wirkt.

Für die Männer des A-Typs empfiehlt der Modekritiker und Buchautor

Bernhard Roetzel aus Berlin ein Sakko mit breiteren Schultern. "Lieber ein Zweiknopf-, statt ein Dreiknopfsakko", rät Gumm. Besonders geeignet seien Modelle mit einem langgezogenen Revers, das den Oberkörper streckt. Ferner rät Zimmermann darauf zu achten, dass die Jacke lang genug ist und bis zum Po reicht.

 

 

Der V-Typ: Frauen mit einer V-Figur haben breite Schultern und oft eine große Oberweite, kaum Taille und schmale Hüften. Um den ausgeprägten Oberkörper auszugleichen, rät Zimmermann zu fließenden Stoffen und Schnitten bei den Blazern. Auf zusätzliches Volumen im oberen Bereich zum Beispiel durch Polster oder aufgesetzte Taschen sollten diese Frauen lieber verzichten.

 

Bei Herren verbirgt sich hinter dem V-Typ oft eine athletische Figur mit einem breiten Rücken und einem kleinen Po. Laut Roetzel können diese Männer fast alles tragen. Sie hätten aber Probleme beim Einkauf - "weil die Kleidung von der Stange nicht darauf ausgelegt ist, dass man extrem starke Schultern hat", so der Modekritiker.

 

Der X-Typ: Dieser Typ hat eine ausgeprägte Taille. Die Figur wirkt wie eine Sanduhr, Schultern und Hüften sind gleich breit. Laut Zimmermann geht es beim X-Typ darum, den Körper möglichst genau zu konturieren. Daher rät sie zu einem engen Blazer mit körperbetontem, passgenauem Schnitt, zum Beispiel einem Doppelreiher mit Gürtel.

 

Auch den Männern dieses Figurtyps werden körperbetonte Modelle empfohlen. "Wenn ich mit herabhängenden Armen vorm Spiegel stehe, sollte in etwa in Höhe der Ellenbogen eine leichte Taillierung sichtbar sein", erklärt Roetzel. Trägt ein X-Typ aber einen Blazer ohne Taillierung, wirkt er wie ein Kasten.

 

Der O-Typ: Frauen mit großer Oberweite, viel Bauch und kräftigen Oberschenkeln gehören zum O-Typ. Sie sollten laut Cornelia Gumm zu dünneren Stoffen greifen, um nicht eine Größe größer zu wirken. Außerdem seien dunkle Farben und matte Oberflächen vorteilhaft.

 

Wer nicht unbedingt einen dunklen Blazer tragen möchte, kann zu diesem Trick greifen: "Wenn man die Mittelachse in einer Farbe betont, kann man sich optisch strecken", erklärt Gumm. Das gelingt etwa, indem man die passende Hose zum Blazer anzieht. Das betont die Mitte des Körpers. Eine Alternative ist, einen schwarzen Rolli, eine schwarze Hose und einen farbigen Blazer zu kombinieren. Die schwarze Fläche bildet die Senkrechte, der Blazer ist der Farbtupfer.

Männern empfiehlt Roetzel ein dunkles zweireihiges Sakko. Alternativ können sie ein Sakko mit Weste oder Pullunder tragen. So werde die große Fläche des Oberkörpers von senkrechten Linien unterteilt. Eine Krawatte erzielt den gleichen Effekt. Laut Zimmermann ist es auch hier besonders wichtig, dass das Sakko wirklich gut sitzt, eine sehr gute Qualität im Stoff hat und den Bauch bedeckt.

 

Tipp für alle Typen: Für alle Figurtypen gibt es bei der Suche nach dem passenden Sakko eine wichtige Regel: "Körpergröße in Zentimetern minus 100 ergibt die ideale Sakkolänge", erklärt Roetzel. Denn dem Experten fällt auf, dass Sakkos sowohl in der Gesamtlänge als auch in der Schulterbreite und Ärmellänge immer wieder zu groß gewählt werden. Dabei seien gerade Blazer und Sakkos optimale Kleidungsstücke, um sich nicht dahinter zu verstecken.

 

 

Literatur:

 

Bernhard Roetzel: Mode Guide für Männer, h.f.ullmann publishing, 2013, 240 Seiten, 14,99 Euro, ISBN-13: 978-3-8480-0620-5

dpa

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