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Pflanzenblüten schmecken besonders intensiv

Ernährung Pflanzenblüten schmecken besonders intensiv

Basilikum, Salbei, Lavendel: Von vielen Kräutern verwenden Verbraucher vor allem die Blätter. Doch auch deren Blüten können einen tollen Geschmack entfalten. Und nicht nur Kräuterblüten sind essbar - die Vielfalt ist viel größer.

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Lavendelblüten verleihen Gerichten einen intensiven, aromatischen Geschmack.

Quelle: Florian Schuh

Berlin. Pflanzenblüten sehen nicht nur schön aus: In vielen von ihnen steckt richtig viel Geschmack. "Die Pflanzen stecken ihre volle Kraft da rein", sagte Bio-Gärtner Christian Herb auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin (noch bis 29. Januar).

Das bedeutet: Die Blüten enthalten im Vergleich zur restlichen Pflanze besonders viele ätherische Öle und Geschmacksstoffe. Basilikumblüten seien noch intensiver als ihre Blätter, sagte Herb. Bei vielen Kressesorten und Rautengewächsen schmecken die Blüten "wie die Blätter, nur zarter". Die Blüte des roten Ananassalbeis entfaltet eine leicht süßliche Note. Außerdem enthält sie eine Menge Antioxidanzien. Hornveilchenblüten erinnern mit ihrem Geschmack "ein wenig an Marzipan".

Blüten wie die des Hornveilchens schmecken pur oder auf einem Stückchen Butterbrot. Vor allem aber sind sie als Dekoration für Salate hervorragend geeignet. "Das Auge isst schließlich mit", so Herb.

Im Prinzip ist die Blüte fast jeder Pflanze essbar. Natürlich vorausgesetzt, sie ist ungiftig. Vorsicht ist angebracht bei Nachtschattengewächsen wie Tomaten und Kartoffeln. Diese beiden Gemüsesorten enthalten laut Herb Giftstoffe. Da könne einem nach dem Essen der Blüten etwa übel werden. Genau auskennen sollten sich Verbraucher auch bei Doldenblütlern: Der essbare Kerbel und der hoch giftige Gefleckte Schierling seien fast nicht zu unterscheiden. Da habe selbst er als Profi mitunter Probleme, verriet Herb.

Blumen und Kräuter lassen sich nicht nur im eigenen Garten oder im Blumenkasten auf dem Balkon heranziehen. Bevor Spaziergänger in der Natur etwa Lavendel oder Löwenzahn pflücken und hineinbeißen, sollten sie aber ihre Umgebung sondieren. In Straßennähe könnten die Pflanzen abgasbelastet sein, sagte Herb, der in Kempten (Allgäu) eine Bio-Gärtnerei führt. Diese ist Teil des Netzwerks Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau.

Service:

Die Grüne Woche auf dem Messegelände in Berlin ist für Besucher vom 20. bis 29. Januar von 10 bis 18 Uhr, am Freitag, dem 27. Januar, bis 20 Uhr geöffnet. Tageskarten kosten 14 Euro, Familienkarten für zwei Erwachsene und maximal drei Kinder bis 14 Jahre 29 Euro.

dpa

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