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Kontrollen 2014: Antibiotika in Geflügel und Gift in Honig

Ernährung Kontrollen 2014: Antibiotika in Geflügel und Gift in Honig

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat Lebensmittel-Proben auf bedenkliche Inhalte untersucht - und ist fündig geworden. Während Geflügel und Fisch häufig Antibiotika enthalten, ist Honig mit Pflanzengiften verunreinigt.

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In mehreren Honig-Proben aus Deutschland stießen die Tester des BVL auf Rückstände des Insektizids Thiacloprid.

Quelle: Oliver Berg

Berlin. Ob Honig, Geflügelfleisch oder Fisch - viele Lebensmittel, die in den deutschen Handel gelangen, enthalten bedenklich Stoffe. Kontrollen des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) belegen folgende Risiken:

 

Honig: Nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und

 

Landwirtschaft isst jeder Deutsche im Schnitt ein Kilogramm Honig im

 

Jahr. Allerdings kann er Pflanzengifte - sogenannte

 

Pyrrolizidinalkaloide (PA) - enthalten. In 46,4 Prozent der Proben

 

fanden die Kontrolleure einen Gehalt zwischen 1 und 20 Mikrogramm pro

 

Kilo, in fast 10 Prozent sogar mehr. Die Behörde verweist in dem

 

Zusammenhang auf Zahlen des Bundesinstituts für Risikoforschung (BfR), nach denen Erwachsene von Honig mit 25

 

Mikrogramm PA pro Kilo nicht mehr als 20 Gramm täglich essen dürfen.

"Deutscher und europäischer Honig ist gering belastet", betont der

 

Vorsitzende der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz, Michael

 

Kühne. Anders könne das bei Übersee-Honig sein. Auch das Magazin

 

"Ökotest" hatte den Stoff vor einem Jahr in Importhonig festgestellt.

 

In mehreren deutschen Honigen stießen die Tester indes auf Rückstände

 

des Insektizids Thiacloprid.

Geflügelfleisch: Antibiotika wirken immer häufiger nicht, weil

 

Bakterien dagegen resistent werden. Ein Grund ist übermäßiger Einsatz

 

in der Tierhaltung. Das

BVL testete 125 Proben von Hähnchen und 84

 

von Pute auf entsprechende Rückstände. Die gute Nachricht: Der

 

nachweisbare Antibiotikagehalt lag in der Regel deutlich unter den

 

zulässigen Höchstmengen.

Zuletzt hatten sich Geflügelproduzenten in einer "Geflügel-Charta" zu

 

einem verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika bekannt. Ein

 

BfR-Forschungsprojekt hatte zudem jüngst ergeben, dass Mastschweinen

 

in den vergangenen Jahren deutlich weniger Antibiotika gegeben wurde.

Fisch: Ein weiteres Problem sind Antibiotika in Fischen aus

 

Unterwasserfarmen außerhalb der EU. "Die meisten Fische aus

 

Aquakulturen stammen aus Asien", sagt BVL-Abteilungsleiter Gerd

 

Fricke. Dort sei der Antibiotikaeinsatz nicht so streng reglementiert

 

wie in der EU. Von 158 Proben aus Aquakulturen aus Drittländern

 

wurden demnach aber nur sechs beanstandet.

dpa

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