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Karpfensaison eröffnet - Kleinere Fische sind besser

Ernährung Karpfensaison eröffnet - Kleinere Fische sind besser

Die Dürre der vergangenen Monate hat den Teichwirten zugesetzt. Viele befürchteten ein Fischsterben. Ganz so schlimm ist es jetzt nicht gekommen, doch die Karpfen fallen heuer deutlich kleiner aus.

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Fischfreunde werden sich freuen: Die Qualität der Karpfen ist in diesem Jahr sehr gut.

Quelle: David Ebener

Heilsbronn. Etwa jeder zweite deutsche Karpfen kommt aus Bayern. Wegen der langen Trockenheit sind viele Karpfen in der Region in diesem Jahr kleiner als sonst. Auf die Qualität hat das aber keinen Einfluss.

Je nach Region sei mit Einbußen um die 20 Prozent zu rechnen, sagte der Vizepräsident des bayerischen Landesfischereiverbands, Alfred Stier. Vor allem die Teichwirte in Mittelfranken litten unter der Dürre. "Hier war die Situation teilweise dramatisch." Dafür sei die Qualität des Fleischs in diesem Jahr "sehr gut". Wenn die Tiere langsamer wachsen, wird das Fleisch fester.

Der bayerische Agrarminister Helmut Brunner (CSU) eröffnete am Montag (31. August) in Heilsbronn die Karpfensaison im Land, die traditionell im September beginnt. Die letzten Fische werden im November geerntet - dabei wird in der Regel das Wasser aus den Teichen gelassen. Wegen der langen Trockenphase mussten in einigen Teichen Fische vorzeitig abgefischt oder umgesetzt werden. Trotzdem werde die Gesamtmenge voraussichtlich wieder im langjährigen Durchschnitt von 6000 Tonnen liegen, sagte Brunner.

Bayern ist Deutschlands größtes Karpfen-Erzeugerland: Auf einer Teichfläche von rund 20 000 Hektar wird mehr als die Hälfte der gesamten deutschen Karpfenmenge produziert. Zwei Drittel der Karpfen stammen aus Mittelfranken und der Oberpfalz, aus Oberfranken kommen rund zehn Prozent. Die etwa 10 000 Karpfenerzeuger im Freistaat sind Familienbetriebe.

Der Preis pro Kilo wird nach Angaben von Alfred Stier vermutlich erneut bei etwa 2,50 bis 3 Euro liegen. "Eigentlich ist das ein Euro zu wenig. Die Teichwirte liegen damit weit unter dem Mindestlohn."

dpa

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