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Engpässe bei Bio-Eiern wegen belasteten Futtermittels

Ernährung Engpässe bei Bio-Eiern wegen belasteten Futtermittels

Bio-Eier können in den Supermärkten knapp werden. Grund: Einige Eierhöfe dürfen nicht mehr ausliefern, weil bei ihnen belastetes Bio-Futtermittel gefunden wurde.

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Bio-Eier werden knapp.

Quelle: Bernd Wüstneck

Hannover. Nach dem Auslieferungsstopp für Eierhöfe in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen wegen des Einsatzes von belastetem Futtermittel kommt es zu Engpässen bei der Versorgung mit Bio-Eiern. Dies sagte die Sprecherin des Bundes Ökologischer Lebensmittel (Bölw), Joyce Moewius. "An manchen Stellen bleiben die Regale leer." Ab Anfang Januar können die ersten der gesperrten Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern wieder Eier liefern. Eine Gesundheitsgefährdung der Verbraucher sei nach jetzigem Kenntnisstand auszuschließen, hatte das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) erklärt.

In Niedersachsen erhöhte sich die Zahl der betroffen Betriebe auf 18. Sie alle seien mit belastetem Futter beliefert worden. "Wir haben es hier offenbar mit einem groben Verstoß gegen die Öko-Verordnung zu tun", sagte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne).

Mit Pestiziden belastetes Bio-Futter wurde Anfang Dezember in Mecklenburg-Vorpommern und am Donnerstag auch auf zunächst einem Hof in Niedersachsen nachgewiesen. Die Ursache der Kontaminierung liegt offensichtlich in aus der Ukraine stammendem Sonnenblumenpresskuchen, der über Rotterdam an verschiedene Futtermittelhersteller geliefert worden sein soll. Die betroffenen Höfe in Niedersachsen dürfen sechs Wochen lang keine Öko-Eier ausliefern. Ihre Tagesproduktion von 250 000 Eiern kann vorerst nicht als Bio-Ware vermarktet werden.

dpa

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