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Deutsche greifen häufiger zu fair gehandelten Produkten

Ernährung Deutsche greifen häufiger zu fair gehandelten Produkten

Mit dem Kauf eines fair gehandelten Produkts können Verbraucher die Bauern in den Entwicklungsländern gezielt unterstützen. Die Deutschen greifen immer öfter zu Kaffee oder Schokolade mit entsprechendem Siegel.

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Fairtrade-Produkte werden beliebter. Immer öfter sind diese Lebensmittel auch Bio-zertifiziert.

Quelle: Bernd Weißbrod

Nürnberg. Und bekommen dafür zunehmend Bio-Qualität.

Fair gehandelte Produkte finden bei den Verbrauchern in Deutschland zunehmend Anklang. Die Lebensmittel sind dabei immer häufiger zusätzlich auch Bio-zertifiziert. So stieg der Anteil von Waren mit Fairtrade-Siegel, die zugleich die Bio-Standards erfüllen, im vergangenen Jahr von zwei Dritteln auf drei Viertel.

"Es gibt eine hohe Schnittmenge zwischen Bio und Fairtrade", sagte der Geschäftsführer des Transfair-Vereins, Dieter Overath, am Donnerstag (12. Februar) auf der weltweit größten Öko-Messe

Biofach (11. bis 14. Februar) in Nürnberg. "Summa summarum gib es 2800 Fairtrade-Produkte in Bio-Qualität auf dem deutschen Markt. Das ist weltweit Spitze." Ohnehin liege Deutschland beim Absatz von Fairtrade-Produkten nach Großbritannien international auf Platz zwei - und die Nachfrage steigt: Nach einem Umsatz von 650 Millionen Euro im Jahr 2013 habe es 2014 ein "extrem starkes", zweistelliges Wachstum gegeben, sagte Overath. Genaue Zahlen nannte er nicht.

 

Gut 65 Millionen Euro Umsatz und ein "ansprechendes Ergebnis" erwartet das auf den Import von fair hergestellten Produkten spezialisierte Handelshaus Gepa für sein Ende März zu Ende gehendes Geschäftsjahr. Die Wuppertaler, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiern, sind nach eigenen Angaben der größte europäische Importeur von fair gehandelten Waren. Die Produkte sind inzwischen gleichermaßen in Eine-Welt-Läden und dem Lebensmitteleinzelhandel vertreten. Bei allen Erfolgen dürfe man auch in Zukunft nicht nachlassen, betonte Geschäftsführer Robin Roth: "Die größte Herausforderung ist die Beliebigkeit des fairen Handels. Alle wollen jetzt fair oder bio oder irgendwas sein."

dpa

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