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Doppelt hält besser - Auf den Opel Tigra Twintop ist Verlass

Verkehr Doppelt hält besser - Auf den Opel Tigra Twintop ist Verlass

Der Opel Tigra Twintop hat sich als recht beständiger Roadster entpuppt. Ein besonderer Pluspunkt: Wird das Verdeck eingeholt, bleibt noch reichlich Platz im Kofferraum. Schwächen zeigt das Modell jedoch beim Fahrwerk und bei der Lenkung.

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Frischer Wind mit Blechdach: In rund 19 Sekunden verschwindet das Verdeck des Tigra Twintop im Kofferraum und hinter den Sitzen.

Quelle: Opel

Berlin. Er tanzte nur sechs Sommer lang - zwischen 2004 und 2009 hatte Opel den Tigra Twintop im Programm. Dessen Name deutet es schon an: Er sollte Coupé und Cabrio in einem sein, ein Spaßauto mit Alltagsqualitäten.

Dass das elektrische Blechdach den Spaß zuweilen trübt, lässt sich dabei verschmerzen, denn insgesamt ist der Tigra Twintop recht zuverlässig. Beim Fahrwerk ist allerdings ein wenig Leidensfähigkeit gefordert, denn Federn und Dämpfer fallen laut dem "Tüv-Report 2015" bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) öfter unangenehm auf.

Auch die Lenkung ist nicht immer fehlerfrei, die Spurstangen sind vor allem bei älteren Modellen oft mangelhaft. Bei jungen Autos ist es hingegen die Fußbremse, die öfter moniert wird als bei anderen Modellen im gleichen Alter. Tigra-Besitzer beschweren sich laut dem "Tüv-Report" außerdem über Undichtigkeiten am hydraulischen Faltdach.

In den ersten Baujahren führte der ADAC den Tigra Twintop noch in der Pannenstatistik, ab 2007 waren die Zulassungszahlen dann aber so niedrig, dass allgemeingültige Aussagen schwer zu treffen sind. Probleme mit dem Verdeck tauchten im Baujahr 2005 öfter auf, auch Makel am automatisierten Schaltgetriebe. Bei den Baujahren 2006 bis 2009 gingen die Generatoren öfter kaputt, 2006 auch die Anlasser. Entladene Batterien waren beim Baujahr 2007 auffällig.

Mit dem offiziellen Vorgänger Opel Tigra, der bis 2001 gebaut wurde, hatte der Tigra Twintop nur noch den ersten Namensteil gemeinsam. Das kleine Coupé, das auf dem Corsa B basierte, lässt sich nicht öffnen. Beim Twintop hingegen verschwindet das Verdeck zum Teil hinter den Sitzen, so dass noch 167 Liter Kofferraumvolumen bleiben. Geschlossen passen sogar fast 330 Liter hinein, zuzüglich 53-Liter-Staufach hinter den Sitzen.

Zwei Benziner und einen Diesel - mehr Motoren gibt es im Tigra Twintop nicht. Der kleine Benziner schöpft 66 kW/90 PS aus 1,4 Litern Hubraum, der größere leistet 92 kW/125 PS und verfügt über 1,8 Liter Hubraum. Der Diesel, der bis 2008 gebaut wurde, ist mit seinen 1,3 Litern, die sich auf vier Zylinder verteilen gut für 51 kW/70 PS. Nur den kleinen Benziner gibt es mit automatisiertem Schaltgetriebe.

Ein frühes Exemplar des Tigra Twintop 1.4 Cosmo bekommt man laut Schwacke für etwa 3600 Euro mit 134 000 Kilometern Laufleistung (Baujahr 2004). Das gut ausgestattete Modell namens Illusion aus dem letzten Baujahr (2009) ist mit dem kleinen Motor für etwa 6650 Euro zu haben (74 000 Kilometer). Der große Benziner wird bei gleicher Laufleistung als 1.8 Edition mit 7600 Euro gehandelt, wenn er von 2009 stammt.

Für einen Diesel wie den 1.3 CDTI Enjoy von 2006 liegen die Preise etwa bei 4100 Euro (143 000 Kilometer). Das Sondermodell Volks-Tigra aus demselben Baujahr kostet bei gleicher Laufleistung rund 4400 Euro. Wer sich für den 1.3 CDTI Edition von 2008 interessiert, ist laut Schwacke mit etwa 6000 Euro dabei (111 800 Kilometer).

dpa

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