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Rücksicht statt Rambo: So bleiben Autofahrer stressfrei

Verkehr Rücksicht statt Rambo: So bleiben Autofahrer stressfrei

Stau, Zeitdruck und quengelnde Kinder können Autofahrer belasten. Stress ist am Steuer aber kein guter Begleiter. "Wer gestresst ist, macht Fehler", mahnt Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR).

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Gestresst am Lenkrad: Wer mehr Zeit einplant und sich im Verkehr tolerant verhält, fährt besser.

Quelle: Jens Kalaene

Berlin. Gefährlich werde es, wenn der Stress zu Aggressionen führt.

Wer aggressiv ist, neigt dazu, zu drängeln, zu rasen und abfällige Gesten gegenüber anderen zu machen. Besser ist es, den Stress im Keim zu ersticken. Mit diesen Tipps fährt man entspannter - und kommt sicherer ans Ziel.

 

Rücksicht statt Rambo bei Stau

 

Fließt der Verkehr nur zäh, gilt Rücksicht statt Rambo-Verhalten. Statt immer auf Zentimeter an das Auto vor einem ranzufahren, lieber Platz lassen und dort durchaus mal ein anderes Auto reinwinken. "Eine solche tolerante Haltung ist hilfreich und vermeidet Stress", erklärt Hannelore Herlan von der Deutschen Verkehrswacht (DVW).

Wer im Reiseverkehr im Stau steht, sollte die verlorene Zeit nicht aufholen wollen, wenn der Verkehr wieder rollt. Dadurch steigt der Stress - und die Unfallgefahr. Besser sei es, normal weiter zu fahren und stattdessen im Hotel anzurufen, dass es später wird, rät Herlan.

 

Durchhalten im Berufsverkehr

 

Wenn alle in die Stadt zur Arbeit wollen, wird es eng - und es dauert länger. Wer weiß, dass er in die Rushhour kommen könnte, plant lieber einen Zeitpuffer ein, rät Rademacher. Berufspendler sollten dann früher aufstehen, bleiben dafür aber am Steuer gelassener.

Gab es bei der Arbeit Stress, sehnt man sich nach Hause. Mit Wut im Bauch sollte aber kein Fahrer hinter das Lenkrad, warnt Herlan. "Sie kommen vorher besser erstmal wieder runter", so die DVW-Expertin. Sobald der Ärger verflogen ist, fährt man heim.

 

Kinder brauchen viele Pausen

 

Gerade kleine Kinder können auf Reisen zum Stressfaktor werden. Regelmäßige Pausen helfen, die Kleinen bei Laune zu halten. "Auf jeder Raststätte gibt es etwas zu entdecken", erklärt Herlan. Damit mache man die lange Strecke zu einem Erlebnis - mit kurzen Etappen. "Sinnvoll sind Pausen alle 90 Minuten."

Autofahrer, die allein mit Kindern unterwegs sind, sollten es aushalten können, wenn der Nachwuchs schreit, sagt Rademacher. Es helfe auch eine klare Ansprache, wie weit es noch ist. "Man sollte sich nicht umdrehen", sagt der DVR-Sprecher. Er betont: "Die Augen gehören auf die Straße." Im Zweifel gilt: Lieber kurz rechts ranfahren und das Kind beruhigen.

 

Bei Rowdys gelassen bleiben

 

Andere Fahrer drängeln, hupen und provozieren? Von diesem Stress sollte man sich nicht anstecken lassen. Dabei helfen innere Dialoge, sagt Rademacher. "Man kann sich sagen: "Der hat es ja nötig!"", gibt er ein Beispiel. So machen sich Autofahrer klar, dass sie in ihrem Auto der Chef sind.

dpa

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