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Die Stadt als Buckelpiste - SUVs weiter im Trend

Verkehr Die Stadt als Buckelpiste - SUVs weiter im Trend

So schlimm ist der Zustand unserer Straßen nicht. Die wenigen Schlaglöcher und Baustellen alleine können kaum erklären, dass immer mehr Geländewagen in Deutschland gekauft werden.

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SUV mit Stromanschluss: Der BMW X5 40e ist mit 3,3 Litern Mindestverbrauch besonders für sparsame Autofahrer interessant.

Quelle: BMW/Fabian Kirchbauer

Stuttgart. Den wenigsten Kunden geht es dabei um die Qualitäten im Gelände. Längst sind SUVs so praktisch und variabel wie Kombis oder Großraumlimousinen und ersetzen zunehmend die klassischen Fahrzeugtypen.

Entsprechend groß ist das Angebot, und es wächst immer weiter. Nicht umsonst hat Mercedes das Jahr 2015 als das "Jahr des SUV" ausgerufen und gleich vier neue beziehungsweise gründlich überarbeitete Modelle angekündigt. VW-Chef Martin Winterkorn verspricht seine große Geländewagen-Offensive mit neuen SUVs in allen Segmenten für das nächste Jahr.

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Auf Spritztour: Der Mercedes GLC hat kein Problem damit, sich im Gelände schmutzig zu machen.

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Der Reigen beginnt allerdings schon drei, vier Preisklassen unterhalb der Premium-Anbieter - zum Beispiel beim Ssangyong Tivoli. Gerade einmal 4,20 Meter lang, geht er zu Preisen ab 15 490 Euro in den Handel und zielt auf Kunden, die bislang einen Kleinwagen gekauft haben.

In der Klasse darüber blicken demnächst alle auf den BMW X1, der kurz nach der Publikumspremiere im September auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in den Handel kommt. Wie kein anderer steht er für die Zwitterrolle, die solche SUVs mittlerweile spielen. Denn sein Design ist nach Angaben von Pressesprecher Christophe Koenig kerniger geworden und näher an das der anderen BMW X-Modelle gerückt. Innen bietet der mindestens 32 900 Euro teure Wagen mehr Platz und Variabilität als je zuvor.

Gleich drei neue SUVs gibt es diesen Sommer in der Kompaktklasse: Zu Preisen ab 19 990 Euro bringt Renault als Nachzügler unter den Massenherstellern den überfälligen Kadjar an den Start. Bei Hyundai steht für knapp 23 000 Euro der Nachfolger des iX35 bei den Händlern. Und der GLC von ersetzt im Herbst den GLK.

Er kostet mindestens 44 506 Euro und steht für eine stilistische Abkehr vom Abenteuer. Denn der um zwölf Zentimeter gewachsene Wagen ist nicht nur innen vornehmer und geräumiger geworden, sondern tauscht auch die kantige Karosserie im Stil der urtümlichen G-Klasse gegen ein gefälligeres Design.

Auch Besserverdiener kommen in dieser Saison auf ihre Kosten. Seit ein paar Tagen steht die zweite Generation des Audi Q7 im Handel. Mercedes bringt jetzt ein Doppelpack aus dem M-Klasse-Nachfolger GLE und dem vor allem auf den BMW X6 zugeschnittenen GLE Coupé.

Wen das Gewissen angesichts des Kraftstoffverbrauchs plagt, der kann immer mehr dieser SUVs mit Steckdosenanschluss bestellen. So fährt der neue GLE als GLE 500e mit 325 kW/442 PS rein rechnerisch mit einem Normverbrauch von 3,3 Litern (CO2-Ausstoß 78 g/km). Zeitgleich kommt auch der BMW X5 als Plug-In-Hybrid mit 230 kW/313 PS und Katalogwerten von 3,3 Litern und 77 g/km.

Mit diesen Neuheiten ist das obere Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Selbst in der Klasse weit über 100 000 Euro kommen SUVs langsam in Mode: Schon dieses Jahr auf der IAA zeigt Bentley seinen Bentayga, vermutlich nächstes Jahr kommt von BMW ein X7 und in zwei, drei Jahren baut selbst Rolls-Royce einen Geländewagen.

Dass sich offenbar alle Welt nach SUVs sehnt, hängt für Zukunftsforscher Lars Thomsen mit der Schnelllebigkeit der Gegenwart zusammen. "Je enger und voller unser Alltag und die Verkehrsflächen unserer Städte werden, desto größer wird unsere Sehnsucht, diesem zumindest theoretisch jederzeit entfliehen zu können", sagt der Experte.

dpa

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