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Löcher in Fliesen bohren - Malerkrepp aufkleben

Immobilien Löcher in Fliesen bohren - Malerkrepp aufkleben

Viele scheuen sich davor, Löcher in die Fliesen zu bohren. Schließlich können Strom- oder Wasserleitungen getroffen werden oder die Fliesen große Risse bekommen.

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Wer durch eine Fliese bohren möchte, sollte die Stelle vorher mit Kreppband präparieren. Das verhindert ein Abrutschen des Bohrers.

Quelle: Jens Schierenbeck

Berlin. Doch wer sich sorgfältig an die Arbeit macht, hat wenig zu befürchten.

Malerkrepp erleichtert das Bohren eines Lochs in eine Fliese. Es kommt am besten sogar zweilagig darauf. "Das verhindert ein Abrutschen des Bohrers auf der glasierten Oberfläche, was die ganze Fliese ruinieren würde", erläutert Peter Birkholz, Fachbuchautor für die Stiftung Warentest in Berlin. Die Wände von gefliesten Räumen wie Küche und Bad sind außerdem häufig voller Rohre. "Beim Bohren von Löchern ist hier besondere Vorsicht geboten", sagt der Heimwerkerexperte. "Trifft man ein Wasser- oder Abwasserrohr oder gar eine elektrische Leitung, so kann das fatale Folgen haben."

Daher sollte man grundsätzlich niemals senkrecht über einer Steckdose bohren. Die Kabel können aber auch waagerecht oder senkrecht nach unten verlegt sein. Birkholz rät, bei Unsicherheit einen Fachmann zu fragen. "Billige Leitungssuchgeräte sind unzuverlässig und zeigen beispielsweise auch Moniereisen in Betonwänden an."

Verwendet wird auf Fliesen ein Hartmetallbohrer mit kleinem Durchmesser von fünf oder sechs Millimetern - auch wenn das Bohrloch größer werden soll. Es wird später erst entsprechend aufgebohrt.

Das Schlagwerk der Bohrmaschine bleibt zunächst abgeschaltet. "Jetzt ansetzen, mit geringer Drehzahl und etwas Druck arbeiten", erklärt Birkholz. "Man spürt deutlich, wenn die harte Glasur durchdrungen ist und der Bohrer beginnt, den keramischen Fliesenwerkstoff zu zermahlen. Vorsichtig weiter bohren, bis die ganze Fliese durchbohrt ist." Falls sich unter den Fliesen Beton oder hartes Ziegelmauerwerk befindet, wird nun das Schlagwerk der Bohrmaschine eingeschaltet bis eine Tiefe von circa 5 bis 6 Zentimeter erreicht ist.

Falls dickere Dübel verwendet werden sollen, kann danach auch das Loch erweitert werden, das aber wieder besser ohne das Schlagwerk. Dann nur noch das Kreppband abziehen und den Dübel einsetzen.

dpa

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