Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Worauf Studierende beim Mietvertrag achten sollten

Immobilien Worauf Studierende beim Mietvertrag achten sollten

Kurz vor dem Semesterstart suchen jetzt viele ein Zimmer. Studierende sollten aber nicht nur auf die Höhe der Miete, eine gute Verkehrsanbindung und schöne Räume achten. Auch beim Vertrag kommt es auf ein paar Details an - denn hier gibt es große Unterschiede.

Voriger Artikel
Schrauben für Holzdielen im 45-Grad-Winkel ansetzen
Nächster Artikel
Vermieter muss im luftdichten Bau Schimmel beseitigen

Zum Semesterbeginn suchen wieder viele Studenten eine Wohnung oder ein WG-Zimmer.

Quelle: Felix Kästle

München. Gerade in größeren Städten sind viele Studierende froh, wenn sie überhaupt eine bezahlbare Bleibe finden. Dennoch: Bevor sie den Mietvertrag unterschreiben, sollten sie auf ein paar Details achten, rät der Münchner Mieterverein. Je nach Vertragsart sind Mieter unterschiedlich geschützt - ein Überblick:

- Zweitmietvertrag: Der Termin des Auszugs steht vertraglich fest. Ein zeitlich befristetes Mietverhältnis können Studierende nur vorzeitig beenden, wenn sie mit dem Vermieter einen Aufhebungsvertrag vereinbaren. Die Mietrechtsexperten sehen bei so einem Vertrag kaum Vorteile für Mieter. Fehlt jedoch im Zeitmietvertrag ein Grund für die Befristung, ist er unwirksam und gilt automatisch unbefristet.

- Möbliertes Zimmer: Studierende gehen unter Umständen ein Risiko ein, wenn sie ein möbliertes Zimmer mieten. In der Regel gelten weder die Mietpreisbremse noch die üblichen Kündigungsfristen. Der Vermieter kann dem Mieter ohne Angabe von Gründen bis zum 15. eines Monats kündigen. Der Mieter muss dann zum Ende des Monats ausziehen.

- Untermietvertrag: Sollte der Hauptmieter einem Untermieter kündigen, der selbst Möbel mitgebracht hat, hat dieser mehr Zeit: Zusätzlich zur regulären Kündigungsfrist von meist drei Monaten kann er drei weitere Monate in der Wohnung bleiben. Aber Vorsicht: Ohne Einverständnis des Eigentümers der Wohnung kann dem Untermieter ein plötzlicher Rauswurf drohen. Studierende sollten sich die Vermieter-Zustimmung schriftlich bestätigen lassen.

- Wohngemeinschaft: Idealerweise lassen sich alle Bewohner als Hauptmieter in den Mietvertrag eintragen. Hat nur einer alle Rechte, und Pflichten, haftet er allein gegenüber dem Vermieter - auch bei unpünktlichen Mietzahlungen der anderen. Ein alleiniger Hauptmieter sollte mit den anderen Bewohnern Regeln vertraglich vereinbaren.

- Studentenwohnheim: Studierende schließen mit dem Wohnheim einen individuellen Vertrag. Er unterliegt nicht den normalen Mietgesetzen. Vor der Unterschrift sollte man deshalb die Konditionen sehr genau durchlesen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles