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Untersuchung: Mängel beim Energielabel für Elektrogeräte

Immobilien Untersuchung: Mängel beim Energielabel für Elektrogeräte

Fernseher, Waschmaschine oder Kühlgerät tragen ein buntes Energielabel mit vielen Infos zu ihrem Verbrauch - oder besser gesagt, sie sollten es. Ein Markttest ergab nun, dass manche Händler es nicht so genau damit nehmen.

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Das Energieeffizienzlabel der EU trägt eine farbige Skala, die verdeutlichen soll, wie gut das Gerät mit Strom umgeht.

Quelle: Andrea Warnecke

Berlin. Eigentlich müssen Elektrogeräte wie Waschmaschine, Kühlschrank und Fernseher ein Energielabel tragen. Aber viele Einzel- und Onlinehändler zeichnen die Geräte in ihrem Sortiment nicht oder nicht richtig aus.

Das ergab ein Marktcheck von gut 10 000 Haushaltsgeräten durch den Verbraucherzentrale Bundesverband und den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in 40 Geschäften on- und offline. Die Label waren zum Beispiel falsch angebracht oder enthielten fehlerhafte Informationen. Besonders betroffen waren Fernseher - und zwar jedes vierte Gerät im Test.

Aber worauf genau müssen Verbraucher eigentlich achten? Das Label zeigt eine bunte Skala mit Buchstaben, die für eine gute oder schlechte Energieeffizienz und damit den Stromverbrauch der Modelle stehen. Rot ist schlecht, gelb mittel und grün gut. Ein dicker schwarzer Pfeil markiert, welche Klasse das jeweilige Gerät schafft. Doch es gibt ein Problem: Nicht für alle Gerätetypen gelten alle möglichen Klassen und in den vergangenen Jahren wurde bei einigen Geräten das Klassensystem verschärft. Nicht mehr alle Kategorien gelten. Die HEA - Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung gibt einen Überblick, worauf Käufer im Handel achten sollten:

Waschmaschine:  Die Hersteller dürfen nur noch Modelle in den Handel bringen, die es in die höchsten Energieeffizienzklassen A+++ bis A+ schaffen. Verbraucher dürfen sich aber nicht davon verwirren lassen, dass auf dem Label auch die schlechteren Klassen nach wie vor zur Kenntnis angegeben sind. Extratipp: Beim Kauf sollte man außerdem auf die sogenannte Schleuderwirkungsklasse achten. Sie reicht von A bis G. Je schlechter diese ist, desto feuchter ist die Wäsche nach dem Schleudern - und umso teurer wird der Durchlauf im Wäschetrockner.

Wäschetrockner: Hier gelten die Klassen A+++ bis D. In die ersten vier Klassen A sowie A+, A++ und A+++ schaffen es nur Geräte mit Wärmepumpe. Wer einen konventionellen Kondensationstrockner kaufen möchte, muss also wissen, hier schaffen die besten Geräte maximal die Klasse B. Für Waschtrockner, also Kombigeräte aus Waschmaschine und Wäschetrockner, gibt es ein extra Label mit den Klassen A bis G.

Geschirrspüler: Hier ist es komplizierter: Grundsätzlich dürfen nur noch Modelle mit der Gesamtklasse A+++ bis D in den Handel kommen. Aber auf dem Etikette wird auch über die Trocknungswirkung informiert - und zwar in extra Klassen von A bis G.

Staubsauger: Sie gibt es in den Klassen A bis G. Da die Geräte aber immer effizienter und sparsamer werden sollen, lässt die EU ab September 2017 nur noch Geräte mit den Klasse A+++ bis D in den Handel. Basis für die Klasseneinteilung ist die Berechnung des jährlichen Energieverbrauchs - und zwar für 50 Mal Saugen von 87 Quadratmetern. Wer ein größeres Haus hat oder öfter saugt, verbraucht natürlich mehr. Extratipp: Vergleichen kann man mit dem Label auch die sogenannten Reinigungsklassen. Hier ist angegeben, wie gut der Staubsauger Staub und Dreck auf Teppichböden und auf Hartböden wie Parkett aufnimmt.

Kühlschrank: Für diese Geräte gelten nur die Klassen A+++ bis A+. Bei Ware im Handel, die mit den tieferen Klassen bis D gekennzeichnet ist, handelt es sich um Modelle aus dem Lager, die vor Juli 2012 produziert wurden. Teils sind schon die Unterschiede in den obersten Klassen gravierend: So verbraucht ein Kühlschrank mit A+ bis zu 50 Prozent mehr Energie als ein Gerät mit A+++.

Backofen: Im Handel finden Verbraucher Modelle der Klassen A+++ bis G. Allerdings dürfen die Hersteller seit Januar 2015 nur noch Geräte der Klassen A+++ bis D ausliefern. Alles darunter ist also noch alte Lagerware. Verbraucher müssen wissen, dass wirklich nur der Ofen ein Label trägt, Kochfelder nicht.

Fernseher: Hier ist der Verkauf von Geräten der Klassen A+++ bis F erlaubt. Extratipp: Wer sich ein neues TV-Gerät kaufen möchte, sollte den absoluten Stromverbrauch in Kilowattstunden (kWh) vergleichen. Denn große Modelle können trotz besserer Klasse mehr Strom verbrauchen als kleine Modelle mit schlechterer Klasse. Die Unterschiede bei gleich großem Bildschirm können gravierend sein: Laut HEA verbraucht ein Fernseher der Klasse A+ rund 70 Prozent weniger Strom als ein Modell der Klasse D.

Dunstabzugshauben: Hier hat sich seit 1. Januar die Einteilung verschärft. Statt A bis G dürfen ab 2016 neue Geräte nur noch mit den Klassen A+ bis F in den Handel kommen, andere Auszeichnungen weisen auf Lagerware hin. Freiwillig können Händler aber bereits A++ nutzen.

dpa

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