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Schaber bis Spezialreiniger: Den Herd richtig putzen

Wohnen Schaber bis Spezialreiniger: Den Herd richtig putzen

Das Schlimmste am Kochen ist das Aufräumen der Küche danach. Gerade eingebrannter Schmutz auf dem Herd und im Backofen bereitet Mühe. Dabei kann man einiges falsch und obendrein die Geräte auch noch kaputt machen.

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Eingebranntem Schmutz wird man am besten mit Backofenreinigern Herr.

Quelle: Silvia Marks

Frankfurt/Main. Übergekochte Milch, Fettspritzer vom Braten oder blubbernde Aufläufe: Auf dem Herd und im Backofen hinterlässt das Kochen, Braten und Backen häufig hartnäckige Spuren. Manchmal hilft nur schrubben, für manches gibt es aber Tricks, die das Reinigen deutlich erleichtern.

"Die meisten Herde in Deutschland haben mittlerweile eine Glaskeramik-Oberfläche", erläutert Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW). Diese lassen sind grundsätzlich einfach reinigen. Aber wenn etwa Milch oder zuckerhaltige Gerichte überkochen und auf die heiße Platte gelangen, kann das zu Schäden an der Glaskeramik führen. Daher sollte man das Übergekochte sofort entfernen und nach dem Abkühlen mit einem speziellen Reinigungsmittel säubern.

Doch nicht jeder Reiniger ist für das Säubern der Herdplatte geeignet. "Alles, was ich nicht für Fenster oder Spiegel nutzen würde, sollte ich auch nicht für Glaskeramik nehmen - auch wenn es weniger empfindlich ist als Fensterglas", erklärt Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+. Topfschwämme, Scheuermilch oder ähnliche Hilfsmittel können die Oberfläche zerkratzen. Schonender seien weiche Tücher und Schwämme, mit Spülmittelwasser.

Es gibt auch spezielle Reiniger, die nicht nur den Schmutz entfernen, sondern dem Kochfeld auch eine leichte zusätzliche Beschichtung geben. "Wenn es wirklich dick eingekrustet ist, dann gibt es spezielle Schaber mit einer ganz glatten Klinge, mit der man die groben Verschmutzungen entfernen kann", sagt Oberascher. Rasierklingen oder Messer sind für diese Aufgabe nicht geeignet.

Eine emaillierte Oberfläche werde mit Scheuermilch oder Wasser mit Spülmittel sauber, einen Edelstahlherd reinige man mit einem Edelstahlreiniger, so Glassl. In den Rillen zwischen den Kochplatten setzen sich schnell Staub und Fett fest. "Da hilft es, die Ritzen mit einem Zahnstocher zu säubern oder mit einem Scheuerschwamm."

Nach der Reinigung sollte man mit einem Tuch alles trockenwischen. Denn die Platten sind aus Eisen und können bei Feuchtigkeit rosten. Auch Übergekochtes sollte daher schnell entfernt und nasse Töpfe getrocknet werden. Es gibt auch spezielle Kochplattenreiniger, die die Herdplatten pflegen und die dunkle Farbe erhalten.

Die Reinigung des Backofens macht in der Regel etwas mehr Arbeit. Backbleche und Gitterrost werden in der Spüle oder der Spülmaschine gesäubert, die Backofentür mit Wasser, Spülmittel und einem weichen Lappen abgewischt. Nicht vergessen sollte man die Bedienblende. Haben sich im Backofen dicke Fettkrusten angesammelt, hilft einfaches Auswischen mit einem Lappen, Wasser und Spülmittel nicht. Stahlwolle sei aber auch keine Alternative, sagt Oberascher. "Man sollte auf keinen Fall Topfschwämme oder Ähnliches nutzen, was extrem kratzt."

Bei eingebrannten Verschmutzungen helfen spezielle Backofenreiniger. "Die sind stärker alkalisch, das bedeutet, dass sie Lauge enthalten", sagt Glassl. Diese lässt den Schmutz aufquillen, Wasser kann ihn dann besser lösen. "Mit diesen Reinigern benetzt man die Seitenwände des Backofens und lässt sie je nach Gebrauchsanweisung einwirken."

Einfacher haben es Besitzer von Geräten mit Selbstreinigungsfunktion, die schon während des Garens die Reste in Wasser und Kohlendioxid (Katalyse) oder in einem extra Programm in Asche (Pyrolyse) verwandeln. Der Innenraum muss dann nur noch feucht ausgewischt werden. Aber das kann die Stromkosten nach oben treiben. "Eine Pyrolyse-Reinigung kostet je nach Dauer etwa ein bis zwei Euro", sagt Roman Zurhold, Projektleiter der Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Berlin. Er rät, das Verfahren nur anzuwenden, wenn der Backofen stark verschmutzt ist.

dpa

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