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Was ist aus Vassili geworden?

Wagenhoff Was ist aus Vassili geworden?

Wagenhoff. Die Spurensuche geht weiter: Nach dem AZ-Exklusivbericht über das fast vergessene Straflager Krümme bei Wagenhoff sucht jetzt Jürgen Kub nach Hinweisen zum Schicksal von Vassili, einem serbischen Zwangsarbeiter, der in dem Lager untergebracht war.

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So sah er aus: Der Serbe Vassili verschwand nach Kriegsende spurlos - jetzt wird nach Hinweisen zu ihm gesucht.

Kub, Jahrgang 1939, erinnert sich noch an Erlebnisse aus der Zeit des Kriegsendes. Gerade über Vassili haben seine Eltern oft gesprochen. „Seinen Nachnamen weiß ich nicht“, so Kub. Dafür hat er ein Foto, welches den Serben als Zwangsarbeiter zeigt. Er lebte von etwa 1944 bis zum Kriegsende im Lager.

Vassili stand eines Tages auf dem Hof von Kubs Eltern in Wagenhoff und bot seine Arbeitskraft gegen Essen an. „Die Verpflegung im Lager war nicht so gut“, weiß Jürgen Kub.

Sein Vater schloss Vassili offenbar ins Herz. Als der Serbe eines Tages nicht mehr kam, machte der Vater von Jürgen Kub sich auf die Suche, fand den Zwangsarbeiter krank in einem Gifhorner Rüstungsbetrieb, nahm ihn mit nach Hause. Dort wurde Vassili gesund gepflegt und hinterließ zum Dank einen Brief, mit dem sich Familie Kub gegen plündernde Zwangsarbeiter helfen konnte.

Nach Kriegsende musste Vassili Deutschland verlassen. Damit verliert sich seine Spur. „Möglich, dass er zu den Männern gehört, die sich nach der Befreiung bei einer Feier am Bahnhof Isenbüttel-Gifhorn mit Methylalkohol vergiftet haben und daran gestorben sind“, sagt Jürgen Kub. Hinweise, auch zum Lager Krümme, werden unter Tel. 05371-808161 angenommen.

ba

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