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Wesendorf Schönewörderin besucht in Syrien Flüchtlingsfamilien
Gifhorn Wesendorf Schönewörderin besucht in Syrien Flüchtlingsfamilien
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00:16 17.04.2017
Wiedersehen: Die Schönewörderin Sigrid Heumann besuchte in Syrien unter anderem den ehemaligen Flüchtling Bassam Abouzidan. Quelle: privat
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Schönewörde

Gesehen hat Heumann, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagiert, viel während ihrer Reise. Von Berlin flog sie nach Beirut, der Hauptstadt des Libanon, blieb dort zwei Tage bei der Familie von Amar, der noch in Deutschland ist. „Hier gab es noch viele Spuren des Bürgerkriegs. Nur am Hafen, wo es Tourismus gibt, ist alles wieder in Ordnung“, erzählt sie.

Nach zwei Tagen im Libanon wurde sie mit einem Auto abgeholt und nach Alswiedaa in Syrien gebracht. „Alle 50 Meter gab es Armeeposten, die wir passieren konnten, nachdem ein Geldschein durch das Autofenster gereicht wurde.“ In Alswiedaa verbrachte sie Zeit bei der Familie von Amr, der ebenfalls noch in Deutschland ist, sowie bei Bassam Abouzidan, dem Maler.

„In Alswiedaa ist vom Bürgerkrieg nichts zu sehen. 2016 ist dort eine Bombe explodiert, der Platz wurde mir gezeigt, aber es ist nichts mehr zu sehen“, so die Schönewörderin, die auf ihrer Reise „von großer Armut über normalem Lebensstandard bis zu großem Reichtum“ in den arabischen Familien alles erlebt hat. Nach Damaskus haben sie die Familien nicht gelassen - weil es nicht sicher genug ist. Aber andere historische Stätten hat sie besucht. „Das waren schon echte Höhepunkte.“

Bilder von syrischem Maler zu verkaufen

Nicht nur bleibende Eindrücke hat Sigrid Heumann von ihrer Syrien-Reise mitgebracht. Auch mehrere Bilder traten den Weg von Syrien in die Heide an. Sie sollen hier verkauft werden, um den Maler Bassam Abouzidan zu unterstützen, der im September von Schönewörde aus zurück in seine Heimat flog. Zehn Ölgemälde hat Heumann mitgebracht, die verkauft werden sollen. „Es sind ganz moderne Motive und einige Landschaften dabei“, erzählt sie.

Das Geld benötigt Abouzidan, der fast ein Jahr als Flüchtling in Deutschland lebte (AZ berichtete), um sich und seine Familie – seine Frau, seine Mutter und drei Töchter – zu ernähren. Denn in Syrien hat der Kunstlehrer und Maler keine Arbeit. Zwei Bilder, die Sigrid Heumann mitgebracht hat, stehen allerdings nicht zum Verkauf. „Eines der Gemälde wird derzeit gerahmt, das wird später in meinem Haus hängen“, sagt sie. Dort hängt bereits das zweite Bild – eine eindrucksvolle Bleistiftzeichnung. „Die hat mir Bassam geschenkt. Sie zeigt ein weinendes syrisches Kind.“ Die Bilder des syrischen Malers können in der Radener Deele, Schroeders Gasthaus, Rade 32 (bei Wittingen), besichtigt werden.

Infos gibt es bei Christian Schroeder unter Tel. 05831-7114.

ba

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