Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Schönewörderin besucht in Syrien Flüchtlingsfamilien

Sigrid Heumann reist nach Alswiedaa Schönewörderin besucht in Syrien Flüchtlingsfamilien

Zwei Wochen hat Sigrid Heumann in einem Land verbracht, aus dem seit Jahren viele Menschen fliehen: Syrien. Der enge Kontakt zu einigen der Flüchtlinge, die zeitweise in Schönewörde lebten und mittlerweile in ihre Heimat zurück gekehrt sind beziehungsweise noch in Schönewörde leben, hat sie diese Reise unternehmen lassen.

Voriger Artikel
Weglaufen ist besser als eine Prügelei
Nächster Artikel
Autofahren lernen auf Feldwegen ist Vergangenheit

Wiedersehen: Die Schönewörderin Sigrid Heumann besuchte in Syrien unter anderem den ehemaligen Flüchtling Bassam Abouzidan.

Quelle: privat

Schönewörde. Gesehen hat Heumann, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagiert, viel während ihrer Reise. Von Berlin flog sie nach Beirut, der Hauptstadt des Libanon, blieb dort zwei Tage bei der Familie von Amar, der noch in Deutschland ist. „Hier gab es noch viele Spuren des Bürgerkriegs. Nur am Hafen, wo es Tourismus gibt, ist alles wieder in Ordnung“, erzählt sie.

Nach zwei Tagen im Libanon wurde sie mit einem Auto abgeholt und nach Alswiedaa in Syrien gebracht. „Alle 50 Meter gab es Armeeposten, die wir passieren konnten, nachdem ein Geldschein durch das Autofenster gereicht wurde.“ In Alswiedaa verbrachte sie Zeit bei der Familie von Amr, der ebenfalls noch in Deutschland ist, sowie bei Bassam Abouzidan, dem Maler.

„In Alswiedaa ist vom Bürgerkrieg nichts zu sehen. 2016 ist dort eine Bombe explodiert, der Platz wurde mir gezeigt, aber es ist nichts mehr zu sehen“, so die Schönewörderin, die auf ihrer Reise „von großer Armut über normalem Lebensstandard bis zu großem Reichtum“ in den arabischen Familien alles erlebt hat. Nach Damaskus haben sie die Familien nicht gelassen - weil es nicht sicher genug ist. Aber andere historische Stätten hat sie besucht. „Das waren schon echte Höhepunkte.“

Bilder von syrischem Maler zu verkaufen

Nicht nur bleibende Eindrücke hat Sigrid Heumann von ihrer Syrien-Reise mitgebracht. Auch mehrere Bilder traten den Weg von Syrien in die Heide an. Sie sollen hier verkauft werden, um den Maler Bassam Abouzidan zu unterstützen, der im September von Schönewörde aus zurück in seine Heimat flog. Zehn Ölgemälde hat Heumann mitgebracht, die verkauft werden sollen. „Es sind ganz moderne Motive und einige Landschaften dabei“, erzählt sie.

Das Geld benötigt Abouzidan, der fast ein Jahr als Flüchtling in Deutschland lebte (AZ berichtete), um sich und seine Familie – seine Frau, seine Mutter und drei Töchter – zu ernähren. Denn in Syrien hat der Kunstlehrer und Maler keine Arbeit. Zwei Bilder, die Sigrid Heumann mitgebracht hat, stehen allerdings nicht zum Verkauf. „Eines der Gemälde wird derzeit gerahmt, das wird später in meinem Haus hängen“, sagt sie. Dort hängt bereits das zweite Bild – eine eindrucksvolle Bleistiftzeichnung. „Die hat mir Bassam geschenkt. Sie zeigt ein weinendes syrisches Kind.“ Die Bilder des syrischen Malers können in der Radener Deele, Schroeders Gasthaus, Rade 32 (bei Wittingen), besichtigt werden.

Infos gibt es bei Christian Schroeder unter Tel. 05831-7114 .

ba

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wesendorf

Auf dieser Themenseite zur Landtagswahl 2017 in Niedersachsen finden Sie alle News, Informationen und Prognosen zu der Wahl des niedersächsischen Landtags. mehr

Ausbildungsplatz in der Region Gifhorn gesucht? Dann schau bei Azubify.de vorbei, deiner Anlaufstelle für alles rund um die Ausbildung in Gifhorn. Powered by AZ. mehr

Die Sanierung des Bahnübergangs bei Ausbüttel hat begonnen. Sind Sie von den Arbeiten auf der B4 betroffen?

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr