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Wesendorf Sagenumwobenes Scheibenkreuz stark beschädigt
Gifhorn Wesendorf Sagenumwobenes Scheibenkreuz stark beschädigt
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00:17 29.07.2018
„Glockenstein“: Kreisarchäologe Dr. Ingo Eichfeld (v.l.), Alexia Manzke, Heinrich Beyer und Werner Manzke vor der abgetrennten Steinscheibe. Quelle: privat
Rade

Vor einigen Tagen stellten der Kreisarchäologe Dr. Ingo Eichfeld und der ehrenamtlich Beauftragte für die archäologische Denkmalpflege Heinz Gabriel fest, dass das sagenumwobene Steindenkmal zerstört wurde. Das auch unter dem Namen „Glockenstein“ bekannte Scheibenkreuz wurde offenbar von einem Fahrzeug angefahren, wodurch die große Scheibe von der eingegrabenen Säule abgetrennt wurde.

Spontane Helfer

Um weitere Beschädigungen oder gar einen Diebstahl der Einzelteile zu verhindern, wurden diese sofort abtransportiert. Hierbei konnten die Archäologen auf die spontane Mithilfe von Werner Manzke, seiner Enkelin Alexia Manzke sowie Heinrich Beyer aus Rade zurückgreifen.

Reparaturmöglichkeit prüfen

Die zuständige Denkmalschutzbehörde des Landkreises Gifhorn erwägt weitere Schritte, um den Verursacher des Schadens zu ermitteln. Weiterhin wird geprüft, wie das Scheibenkreuz repariert werden kann, um es später, an einem vielleicht besser geschützten Ort, wieder aufzustellen.

Im Mittelalter wurden zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert derartige Sühnekreuze als Teil der Sühne für einen Totschlag oder Mord aufgestellt.

Sagen um das Kreuz

Viele Sagen ranken sich um das Rader Scheibenkreuz, die wohl bekannteste dürfte die um den Mord an einen Glockengießerlehrling um das Jahr 1430 sein, der von seinem Meister erschlagen wurde, weil er die Wittinger Kirchenglocke gegossen hatte. Das Kreuz stand demnach ursprünglich an der Richtstätte des Mörders, wurde aber zwischenzeitlich mehrfach umgestellt.

Von Thorsten Behrens

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