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Radweg: Wesendorf will schon planen

Wesendorf/Ummern Radweg: Wesendorf will schon planen

Wesendorf/Ummern. Während Wesendorf die Planungen für den Radweg zwischen den beiden Gemeinden abschiebt, wartet Ummern auf eine Zusage des Landes für einen Baustart.

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Der Radweg von Wesendorf nach Ummern: Während Wesendorf bereits das Geld für die Planungen frei gegeben hat, wartet Ummern erst auf eine Zusage, wann der Bau beginnen soll, und sträubt sich gegen die hohe Mitfinanzierung des Projekts, dass eigentlich Landesaufgabe ist. Dabei führt Ummern als Argument mit an, dass die Gemeinde 2009 ein 800 Meter langes Teilstück komplett finanziert hat (Foto) - und das Land dieses Teilstück nicht einmal übernehmen will.

Quelle: Thorsten Behrens

Seit langem warten die Bürger auf den Radweg zwischen Wesendorf und Ummern. Die Gemeinde Wesendorf schiebt das Projekt jetzt kräftig an. Die Planungen laufen.

Der Gemeinderat hat im Sommer 110.000 für die Planungen frei gegeben (AZ berichtete). Sie umfassen die Teilstücke von Wesendorf zur Bundesstraße 4 sowie die Überquerung der B 4.

„Derzeit laufen die Abstimmungen, ob der Radweg nord- oder südwärts der Landesstraße 284 geführt werden soll“, bestätigt Michael Peuke von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel. Gewünscht werde von den Wesendorfern laut Gemeindedirektor Holger Schulz (SPD) eine nördliche Wegeführung - da zwei bestehende Teilstücke nördlich der Landesstraße laufen und so Straßenquerungen vermieden würden.

Im Rahmen der Planungen wird auch festgestellt, ob die Überquerung der B 4 per Ampel, Kreisverkehr oder Querung erfolgen soll. Eingebunden in die Gespräche ist der Eigentümer des Grundstücks des ehemaligen Swingerclubs an der Kreuzung, auf dem nach AZ-Info nach noch aktuellen Plänen von 2012 eine Rast-Anlage für Autos und Lastwagen mit Parkplätzen entstehen soll. Auch dieses Gelände muss angebunden werden - möglich wäre beispielsweise eine Linksabbiegerspur von der L 284.

Nach einjähriger Beobachtung der Vegetationsphase ab Sommer könnten die Planungen dann abgeschlossen und genehmigt werden. Dann wäre das Land am Zuge, mit dem Bau zu beginnen - der zu je 50 Prozent von Land und Gemeinde finanziert wird.

Während Wesendorf bereits in den Planungen für den Radweg entlang der L?284 steckt, will Ummern noch warten – mindestens, bis die Gemeinde eine Zusage für den Baustart hat. Zwar hat der Gemeinderat nach heftigem Streit während der Haushaltsberatungen auf Antrag der SPD 50.000 Euro für Planungskosten eingestellt (AZ berichtete), doch der Auftrag wurde noch nicht vergeben.

Bürgermeister Otto Wagener (FWGU) fürchtet, dass die Pläne in der Schublade landen, weil das Land keine Garantie für einen Baustart in den kommenden Jahren gebe. „Dann fangen wir in ein paar Jahren wieder an und müssen die Planungen neu bezahlen“, sagt er. Die SPD im Gemeinderat dagegen will durch die Planungen ein Signal in Richtung Land geben, dass der Bau zügig erfolgen soll.

Tatsächlich gelten rechtskräftige Planungen für Radwege an Landesstraßen für fünf Jahre und können maximal fünf Jahre verlängert werden. Gibt es wichtige Gründe, beispielsweise das Auftreten geschützter Arten im beplanten Bereich, könnten die Pläne aber hinfällig werden. Doch es gibt noch zwei weitere Streitpunkte: Die Gemeinde Ummern soll die Planungs- und Grunderwerbskosten für ihr Teilstück bis zur B?4 sowie 50 Prozent der Baukosten übernehmen – obwohl der Bau dieses Radweges Landessache ist. Und die Gemeinde hatte 2009 auf eigene Kosten bereits ein 800 Meter langes Teilstück des Radweges gebaut und erwartet eine Anrechnung dieser Leistung auf die künftigen Baukosten.

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