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Wesendorf Neues Kiesbett für den Emmer Bach
Gifhorn Wesendorf Neues Kiesbett für den Emmer Bach
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10:00 08.10.2018
Naturschutzprojekt Emmer Bach: Mit dem Dumper wird der Kies eingebracht. Quelle: Niedersächsische Landesforsten
Emmen

Bereits 2014 wurden in einem ersten Projekt 500 Tonnen Kies auf 400 Metern in die Bachsohle eingebracht. Ziel des Projektes ist die ökologische Aufbesserung des Gewässers gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. In enger Zusammenarbeit zwischen Forstamt Unterlüß, Unterhaltungsverband Ise, Aller-Ohre-Verband und dem NLWKN sowie in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutz- und Wasserbehörde des Landkreises wurde das Projekt geplant, genehmigt und umgesetzt.

In acht Arbeitstagen 640 Tonnen Kies eingebaut

Christoph Rothfuchs, Förster und Waldökologe im Forstamt Unterlüß erklärt: „Alle Beteiligten haben hier toll zusammengearbeitet und an einem Strang gezogen.“ In nur acht Arbeitstagen wurden 640 Tonnen Kies im Bachbett eingebaut. Eine logistische Herausforderung war es, den schweren Kies über die sonst eigentlich feuchten Böden zum Bach zu bringen.

„Der extrem trockene Sommer hatte in diesem Fall auch etwas Gutes, wir konnten auf das Anlegen einer Baustraße verzichten, ohne Bodenschäden zu verursachen“, so Ronald Möws, Gewässerkoordinator des Aller-Ohre-Verbandes. Das neue Kiesbett dient als Laichsubstrat für die heimische Fischfauna wie Mühlkoppe oder Bachforelle. Von diesen Fischen ernährt sich der Schwarzstorch. Gleichzeitig wird Lebensraum am Gewässergrund für Kleinstlebewesen wie Kleinkrebse, Libellen- oder Köcherfliegenlarven geschaffen.

Aller-Ohre-Verband will Wasserrahmenrichtlinie umsetzen

„Der Aller-Ohre-Verband hat großes Interesse, über solche Projekte die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie in unseren Bächen voranzutreiben“, so Silke Westphalen Geschäftsführerin des Aller-Ohre-Verbandes.

Die Finanzierung des Naturschutzprojektes wurde zu 90 Prozent mit Fördermitteln der Landes und der europäischen Union sichergestellt. Das Forstamt Unterlüß hat die Ko-Finanzierung der restlichen zehn Prozent übernommen.

Von unserer Redaktion

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